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Das erste Lebensjahr Ihres Kindes

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Die Entwicklung des Babys im ersten Lebensjahr

Es passiert viel in den ersten 12 Monaten im Leben eines Kindes. Das hilflose Wesen, das anfangs die meiste Zeit schlafend verbringt, entwickelt sich schnell und lernt ständig dazu: Bewegungen mit den Augen zu folgen, mit den Händen zielgerichtet nach Gegenständen zu greifen, zu schreien, sich auf den Bauch zu rollen und - ein paar Wochen später - sich auch wieder zurückzurollen, auf allen Vieren zu kriechen. Und dann bekommt es die ersten Zähne, lernt, aufrecht zu sitzen, zu stehen, zu laufen, indem es sich zunächst z.B. am Tisch festhält; und schließlich lernt es auch, frei zu laufen. Das Baby ist mit all dem schwer beschäftigt. Und selbst beim Schlafen entwickelt es sich weiter: Die wichtigsten Wachstumshormone werden nachts im Schlaf freigesetzt.

Eine Übersicht über die Entwicklung des Kindes, Monat für Monat finden Sie hier. Natürlich ist jedes Baby anders. Das eine entwickelt sich schneller, das andere langsamer. Und auch die Interessen der Babys sind nicht immer gleich. Das eine Kind brabbelt besonders gerne, das andere lernt schneller laufen, weil es seine ganze Energie in die motorische Entwicklung steckt. Man kann nicht alles gleichzeitig lernen! Sie sollten sich daher auch nicht allzu sehr an Tabellen und Schemas zur durchschnittlichen Entwicklung von Kindern orientieren. Wenn Sie sich über die Entwicklung Ihres Kindes Sorgen machen, sollten Sie Kontakt mit einer Beratungsstelle oder mit Ihrem Hausarzt aufnehmen.

Körpersprache

Da Babys noch nicht sprechen können, benutzen sie ihr Gesicht, ihre Arme und Beine, ihren Atemrhythmus und ihre Stimme als Kommunikationsmittel. Ein Baby versteht noch nicht die Wörter, die es hört, aber es reagiert darauf, wie diese Wörter ausgesprochen werden. Auf diese Weise kommunizieren Eltern und Kind ständig miteinander - ohne Worte.

Lächeln und Mimik des Kindes sind angeboren. Selbst blinde Kinder, die ihre Mutter nie haben lächeln sehen, beginnen im Alter von ca. 4 Wochen von selbst zu lachen. Auch Verärgerung, Angst, Traurigkeit und andere Gesichtsausdrücke sind auf der ganzen Welt universell. Es gibt daneben aber auch die angelernte Körpersprache, die manche Kinder schon in sehr jungem Alter beherrschen. So lernt Ihr Baby zum Beispiel, welchen Effekt heulen oder lachen hervorruft und wird das Gelernte entsprechend umsetzen. Wenn das Baby größer ist, wird es vor allem das Heulen als Mittel nutzen, um seinen Willen durchzusetzen. Im Beisein der Eltern bringt das Baby seine Gefühle auch lautlos zum Ausdruck: nämlich durch den bekannten Schmollmund.

Ein sehr kleines Baby imitiert die Eltern noch nicht, aber schon nach kurzer Zeit wird es beginnen, die Geräusche der Eltern nachzubrabbeln und ihre Bewegungen nachzuahmen. Andererseits werden die Eltern sich gegenüber dem Baby ganz unbewusst so verhalten, dass es für ihr Baby sinnvoll ist, das, was es sieht, zu imitieren. So kann man zum Beispiel beobachten, dass Erwachsene, die ein Kind füttern, dabei selbst (völlig unbewusst) Essbewegungen mit dem Mund ausführen, wenn sie eine Flasche oder einen Löffel an den Mund des Kindes führen.

Messen und wiegen

Es ist wichtig, das Baby im ersten Lebensjahr gut im Auge zu behalten und Wachstum und Entwicklung des Kindes genau zu verfolgen.

Durchschnittlich ist ein Baby bei der Geburt 50 Zentimeter groß und wächst im Laufe des ersten Lebensjahres bis zu einer Größe von 74 cm heran. Nicht nur Länge und Gewicht Ihres Kindes werden nun gut kontrolliert, sondern auch sein Schädelumfang. Der Schädel ist noch nicht zugewachsen, er hat noch 2 offene Stellen (Fontanellen), an denen sich kein Knochen befindet, sondern eine dicke Hautschicht, die das Gehirn schützt. Auch der Kopf, das Gehirn und die Verbindungen im Gehirn entwickeln sich im ersten Lebensjahr enorm schnell. Der Kinderarzt wird das Wachstum des Kopfumfangs in regelmäßigen Abständen kontrollieren, um etwaige Probleme schnell erkennen zu können.

Entschwangern

Das erste Lebensjahr des neuen Kindes ist eine schöne, aber auch häufig sehr stressige Zeit. Manchmal hat es den Anschein, als ob alle Aufmerksamkeit allein dem Baby gelten dürfte. Es kann gut sein, dass Sie nun häufig müde sind und hierdurch anfälliger für allerlei Krankheiten werden. Nicht nur führen beide Eltern nun auf einmal ein viel anstrengenderes Leben als zuvor, vor allem die Mutter muss nun echt "entschwangern". Als Mutter haben Sie in den 9 Monaten der Schwangerschaft und bei der Geburt des Kindes eine beachtenswerte Leistung erbracht. Ihr Körper hat in dieser Zeit viel durchgemacht und benötigt nun etwas Zeit, um sich wieder vollständig zu erholen. Der bekannte Spruch "9 Monate rauf und 9 Monate runter", besagt, dass der Körper sich in den meisten Fällen erst 9 Monate nach der Geburt vollständig erholt hat und wieder genauso robust ist, wie vor der Schwangerschaft. Die körperlichen Beschwerden lösen sich nicht einfach direkt nach der Geburt des Kindes in Luft auf! Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass Ihre Beschwerden außergewöhnlich groß sind, sollten Sie dies mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Es ist logisch, dass die Kilos, die Sie eventuell in Folge eines plötzlichen Heißhungers auf Süßigkeiten während der Schwangerschaft zugenommen haben, nicht einfach von selbst wieder verschwinden. Hierzu müssen Sie schon auch selbst etwas beitragen! Auch ist es logisch, dass Ihre Haut an Brüsten und Bauch, die während der Schwangerschaft stark gedehnt war, nach der Geburt vielleicht nicht mehr ganz so straff sein wird, wie zuvor. Sie sollten sich dies nicht allzu sehr zu Herzen nehmen.

Ernähren Sie sich möglichst gesund, und versuchen Sie - soweit das mit einem kleinen Baby möglich ist - sich genügend auszuruhen. Machen Sie zum Beispiel mal einen Mittagsschlaf, wenn Ihr Kind im Bett liegt. Viele Mütter neigen dazu, in den wenigen Stunden, in denen sie mal beide Hände frei haben, alle möglichen Arbeiten und Aufgaben erledigen zu wollen, zu denen sie sonst nicht kommen. Sie sollten jedoch auch darauf achten, dass Sie sich nicht übernehmen. Nehmen Sie sich ab und zu auch einmal bewusst Zeit für sich selbst. Organisieren Sie ein Kindermädchen, verabreden Sie sich mit Freunden oder Freundinnen, nehmen Sie sich mal einen Abend Auszeit, um zum Sport oder in die Sauna zu gehen. Zwischendurch mal die Seele baumeln zu lassen, bewirkt oft Wunder. Sie werden sehen, dass Sie sich den Anstrengungen des Alltags am nächsten Tag mit doppelter Energie stellen können.

Sicher durchs erste Lebensjahr

Oft rechnen die Eltern nicht damit wie schnell sich Ihr Kind entwickelt. Dabei treten aber auch ständig neue Gefahren im Alltag auf. Deshalb ist immer die vorrausschauende Wachsamkeit der Eltern gefragt. Das allein reicht aber oftmals nicht aus. Schon bei der Anschaffung von Bettchen, Wickelkommode, Babybadewanne, Kinderwagen oder Autositzen ist auf die davon ausgehenden Gefahren zu achten und dementsprechend die sind die richtigen Modelle auszuwählen.

In den ersten Lebensmonaten besteht zum Beispiel die Gefahr von Stürzen aus der Höhe beispielsweise von Wickeltischen, dem Sofa oder Ähnlichem. Außerdem gefährlich ist das Einatmen von Kleinteilen, was zum Ersticken führen kann. Weiterhin sind Unfälle beim Auto fahren häufig, was wieder dafür spricht sich einen hochwertigen Autositz zuzulegen. Je neugieriger und beweglicher Ihr Kind dann im Laufe der Zeit wird, umso gefährlicher wird der Alltag.

Verbrühungen beispielsweise durch heißen Kaffee oder das Bügeleisen, das Ihr Kind mit Hilfe des möglicherweise herunterhängenden Kabels erreichen könnte. Achten Sie deshalb immer darauf nichts Heißes zu trinken, wenn Sie Ihr Kind auf dem Arm haben, herunterhängende Kabel zu vermeiden und keine heiße Getränke oder Ähnliches auf einem Tisch mit herunterhängender Tischdecke stehen zu lassen.

Desweiteren kommt der Kinderhochstuhl als Sturzrisiko hinzu. Der sollte unbedingt stabil gebaut und im besten Fall geprüft sein. Wichtig ist es auch die Steckdosen, die das Baby erreichen könnte mit einer entsprechenden Sicherung zu versehen. Denn sonst kann Ihr Kind schnell einen gefährlichen Stromschlag bekommen.

Auch Vergiftungen muss unbedingt vorgebeugt werden. Halten Sie deshalb sowohl Medikamente, als auch Putzmittel und andere Chemikalien unter Verschluss, sodass das Kind sie nicht erreichen kann.

Besonders wenn das Kleine dann anfängt zu krabbeln sind Laufgitter ein Muss. Denn diese schützen Babys vor Treppenstürzen oder dienen dazu gefährliche Orte wie beispielsweise die Küche unzugänglich zu machen..