Schwangerschaft, Baby, KleinKind

Feste Nahrung: Gemüse- und Obststücke

Faste Nahrung babySobald Ihr Kind 4 Monate alt ist, können Sie damit beginnen, ihm zusätzliche Nahrung in Form von Obst zu geben. Es ist allerdings noch nicht notwendig. Wenn bei Ihrem Kind die Gefahr einer Lebensmittelallergie besteht, sollten Sie mit der Zusatznahrung warten, bis es 6 Monate alt ist.




Der erste Bissen feste Nahrung ist ein richtiges Erlebnis, sowohl für das Kind als auch für Sie. Es ist noch sehr schwierig für Ihr Kind, auf einmal von einem Löffel zu essen und Ihr Kind wird beim Essen daher auch ziemliche Grimassen schneiden. Sie können davon ausgehen, dass es beim ersten Mal eine ordentliche Kleckerei gibt! Ihr Baby muss noch lernen, wie man das Essen ordentlich vom Löffel in den Mund kriegt. Und das erfordert eine ganze Menge Übung.

GESCHMACKSEMPFINDUNGEN

Nicht nur das Essen vom Löffel muss erst gelernt werden, das Baby wird überdies mit einer Menge neuer Geschmacksempfindungen konfrontiert. Beginnen Sie dabei zunächst mit einem (milden) Geschmack, und geben Sie Ihrem Baby etwa drei Tage lang Zeit, um sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen, bevor Sie es mit einem weiteren neuen Nahrungsmittel vertraut machen. Auf diese Weise können Sie auch besser kontrollieren, ob Ihr Baby eventuell allergisch auf eine bestimmte Obst- oder Gemüsesorte reagiert. Fangen Sie notfalls mit ein paar wenigen Teelöffeln Essen an. Es geht jetzt noch vor allem um das Essen lernen als solches und weniger darum, dass das Baby genügend Nährstoffe über die feste Nahrung aufnimmt. Steigern Sie die Essensmenge nach und nach. Auf diese Weise kommt die Entwöhnung von der Flaschennahrung mit der Zeit von selbst.

 

BREI

Ihr Baby muss auch noch kauen und schlucken lernen. Das Essen muss anfänglich also noch zu Brei verarbeitet werden. Sie können das Essen selbst zubereiten und mit Hilfe eines Mixers oder einer Küchenmaschine zerkleinern, Sie können aber auch auf die Fertiggläschen zurückgreifen, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. Wenn Sie das Essen selbst zubereiten möchten oder Ihr Baby an den Mahlzeiten der restlichen Familie teilnimmt, sollten Sie beim Kochen sparsam mit Zucker und Salz umgehen, da der empfindliche Babykörper diese Stoffe nur in geringen Mengen vertragen kann. Auch Gewürze haben in der Babynahrung nichts zu suchen. Soweit ist Ihr Kind momentan noch nicht. – Es muss sich erst langsam an alle neuen Geschmacksrichtungen gewöhnen, und dabei sollten Sie ihm zunächst nur mild schmeckendes Essen geben.

Beginnen Sie beim Obst mit Birnen-, Pfirsich- oder Bananenstückchen. Geben Sie Ihrem Kind nitratarme Gemüsesorten, wie Karotten, Blumenkohl, Brokkoli, Schnitt- oder Brechbohnen, fein zerdrückte Erbsen aus der Dose, Chicorée, Hülsenfrüchte, geschälte Tomaten, Gurken, Spargel, Zucchini und Auberginen. Durch die feste Nahrung ändert sich Farbe und Konsistenz des Stuhls.

NITRATREICHE ODER GASBILDENDE GEMÜSESORTEN

Diese Gemüsesorten sollten Sie Ihrem Kinder lieber erst nach dem ersten Lebensjahr geben. Nitrat wird vom Körper in Nitrit umgewandelt. Nitrit wird so gut wie nicht über die Verdauung ausgeschieden und sammelt sich daher im Körper an. Wenn Nitrit im Blutkreislauf landet, kann es zu Problemen mit dem Sauerstoffkreislauf, d.h. zu Atemproblemen kommen. Vor allem bei jungen Babys kann dies Probleme verursachen.

Zu den nitratreichen Gemüsesorten zähen: Endivien, rote Beete, Staudensellerie, Chinakohl, Kohlrabi, Pak-Choi, Portulak, Kohlrüben, Brunnenkresse, alle Salatsorten, Spinat, Spitzkohl und Fenchel.

Auch von gasbildenden Gemüsesorten wie Zwiebeln, Lauch und allen Kohlsorten ist im ersten Lebensjahr noch abzuraten. Ihr Kind kann diese Gemüsesorten noch nicht gut verdauen, weshalb es leicht zu Darmkrämpfen kommen kann.

SALZ

Die Nieren eines Kleinkindes sind noch nicht so funktionsfähig wie die eines Erwachsenen; deshalb dürfen die Nieren eines Kleinkindes noch nicht so stark belastet werden. Salz wird über die Nieren ausgeschieden. Salz im Essen stellt daher eine zusätzliche Belastung für die Nieren dar. Diese zusätzliche Belastung gilt es zu vermeiden. Deshalb sollte das Essen für Kinder unter 1,5 Jahren noch kein Salz enthalten.