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Einschlaftipps: so klappt es beim Baby

Das Schlafverhalten von Babys ist ein Streitthema, an dem sich die Geister scheiden. Doch so unterschiedlich wie die Ansichten zur Einhaltung der Tages- und Nachtruhe sind die Bedürfnisse der Kinder. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass ruhige Nächte eine Wohltat für alle Beteiligten sind. Allerdings sieht die Praxis häufig anders als die Theorie aus.

Umfassende Informationen zum Thema Schlaf und Baby´s finden Sie in unserer Rubrik
Alles über Baby und (nicht) Schlafen

Individuelle Bedürfnisse der Kinder erkennen

Kein Baby ist wie das andere. Deshalb benötigen bereits die Jüngsten unterschiedlich viel Schlaf. Generell sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder nicht mehr Zeit in ihrem Bett verbringen, als diese wirklich zum Schlaf benötigen. Ganz gewiss entwickeln junge Eltern schon bald ein Gespür dafür, das Schlafverhalten des Nachwuchses so gut zu verstehen, um das Schlafbedürfnis der Babys richtig einschätzen zu können.

Schlafprotokolle als Orientierung

Wer sich ein exaktes Bild vom Schlafverhalten der Kinder machen möchte, kann ein sogenanntes Schlaftagebuch oder Schlafprotokoll anfertigen. Diese Hilfsmittel dokumentieren das Schlafverhalten des Nachwuchses für zwei bis drei Wochen. Dadurch erhalten Mütter und Väter einen guten Überblick darüber, wie lange und wann die Babys schlafen. Natürlich ist es sinnvoll, die Bettzeiten der Kinder an ihrem realen Schlafbedarf zu orientieren. Benötigt ein Baby beispielsweise 14 Stunden Schlaf pro Tag, sollte das Kind auch nur für diese Dauer zum Schlafen in seinem Bettchen verbringen. Je älter die Kinder werden, umso geringer ist der Schlafbedarf. Deshalb ist es wichtig, die Schlafenszeiten auch den jeweiligen Bedürfnissen der Babys anzupassen.




Kinder in einen regelmäßigen Tagesablauf integrieren

Junge Eltern sind gut beraten, den Nachwuchs von Beginn an in einen regelmäßigen Tagesablauf zu integrieren. Diese Orientierung gilt allerdings nicht nur für die Nachtruhe, sondern auch für stabile Still- und Fütterungszeiten (Baby und kleinkind: Stillen, Flaschen- und Festnahrung). Generell gilt: Kinder sind nicht jedes Mal hungrig und müssen gestillt werden, sobald sie schreien. Häufig haben die Babys andere Bedürfnisse, die von dem Wunsch nach Nähe bis hin zur Unterhaltung reichen. Zudem sind einige Kinder schon nach wenigen Wochen in der Lage, sich einem festgelegten Rhythmus anzupassen und ihr Schlaf- oder Hungerbedürfnis zu regelmäßigen Tages- und Nachtzeiten zu entwickeln. In diesem Fall sollten Eltern unbedingt darauf achten, den Tagesablauf diesen Ansprüchen so gut wie möglich anzupassen. Diese Entwicklung des Tagesrhythmus ist möglicherweise mit einigen Rückschlägen verbunden. Doch auf Dauer werden sich die Mühen dennoch lohnen.

Ruhige Momente vor der Schlafenszeit

In der letzten Stunde vor der Schlafenszeit ist es empfehlenswert, dem Kind möglichst viele ruhige Momente zu bescheren und auf die Nachtstunden einzustimmen. Werden die Jungen und Mädchen zur Abendzeit von ähnlichen Abläufen begleitet, erzeugt dieser Rhythmus ein Gewohnheitsgefühl. Viele Eltern nutzen die Zeit dafür, um sich mit den Kindern Bücher anzuschauen oder diese mit Ritualen wie Zähneputzen oder einem Bad auf die Nachtzeit vorzubereiten. Mütter und Väter möchten diese Augenblicke so intensiv wie möglich genießen, indem Groß und Klein ausgiebig miteinander schmusen und somit ein Gefühl von Nähe vermitteln. Wichtig ist, dass die Kinder nicht abrupt in ihre Betten gelegt werden. Je weniger überraschend die abendlichen Aktivitäten sind, umso besser stellt sich der Nachwuchs auf die Handlungen ein.

Einschlafrituale einführen und manifestieren

Ein wichtiger Bestandteil dieser „Zeremonie“ ist natürlich das Einschlafritual. Viele Eltern bevorzugen es, ihrem Baby vor der Nachtruhe ein Lied vorzusingen. Sind die Kinder etwas älter, kommt der Nachwuchs mit einer Gute-Nacht-Geschichte zur Ruhe. Dennoch ist es wichtig, dass das Einschlafritual nicht zu lange andauert und über längere Zeiträume beibehalten wird. Ist das Kind zur Ruhe gekommen, können sich die Mütter und Väter mit einem Gute-Nacht-Kuss verabschieden, um das Kinderzimmer anschließend zu verlassen. Kehrt diese Verhaltensweise immer wieder, hat das Baby ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Einschlafgewohnheiten guten Gewissens fördern

Leiden Eltern und Kind im Gegenzug unter Ein- oder Durchschlafstörungen, ist dieser Zustand zumeist auf ungünstige Einschlafrituale zurückzuführen. Wird das Kind beispielsweise regelmäßig vor der Nachtruhe herumgetragen oder im Kinderwagen gefahren, wird es auf derartige Einschlafhilfen schon bald bestehen. Andere Kinder sind gewohnt, an der Brust einzuschlafen. Dieses Ritual werden die Babys nach geraumer Zeit ebenfalls einfordern. Wer auf Dauer auf derartige Einschlafhilfen verzichten möchte, sollte diese Rituale gar nicht erst kultivieren.

Aktiv- und Ruhephasen der Tages- und Nachtzeit anpassen

Die Entwicklung von einem Tag-Nacht-Rhythmus gelingt dem einen Kind schneller, dem anderen langsamer. Eine wichtige Rolle spielen natürlich äußere Einflüsse. So wirkt sich das Wechselspiel aus Tageslicht und nächtlicher Dunkelheit positiv auf die Entwicklung des Rhythmus aus. Ergänzend helfen Verhaltensweisen dabei, den Tag zu gliedern. Auf diese Weise erlernen die Kinder, dass aktive Phasen ebenso ihre Zeit haben wie Momente der Ruhe und Erholung. Ein wichtiger Tipp: wer nächtliche Aktivitäten mit dem Kind auf ein Minimum beschränkt, fördert eine Entwicklung des kindlichen Tag- und Nacht-Rhythmus. Müssen die Kinder nachts auf Unterhaltung und regelmäßige Fütterungen nach jedem Wickeln verzichten, werden sie sich an diesen Zustand gewöhnen. Je älter die Kinder werden, umso seltener benötigen sie nächtliche Mahlzeiten. Wachen die Kinder und Mädchen trotzdem in den Nachtstunden auf, ist es ratsam, sie bei düsterem Licht mit leisem Tonfall zu beruhigen und zu streicheln.