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Fertiggerichte sind für Kinder meist ungesund

Fertiggerichte sind für Kinder meist ungesund
Fertiggerichte sind für Kinder meist ungesund

Es gibt immer mehr spezielle Fertiggericht für Kinder, wie Dino-Nuggets, Gespenster-Suppen oder Quetschies. Selbst für die allerkleinsten gibt es spezielle Nahrungsmittel aus dem Gläschen. Die Hersteller werben mit einer bedarfs- und altersgerechten Ernährung für Kinder. Doch diese speziellen Fertiggerichte sind meist überflüssig und oft sogar ungesund.

Viele Eltern setzen sich nicht mit den Inhaltsstoffen der Fertiggerichte auseinander. Sie sind praktisch und sparen Zeit und landen daher häufiger auf den Tellern der Kinder.

Wie sieht eine bedarfsgerechte Ernährung von Kindern aus?

Ab dem 1. Lebensjahr sollten Kinder einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu sich nehmen, da diese in der Regel andere Lebensmittel mit anderen Nährstoffen enthalten, als kalte Speisen.

Die warme Mahlzeit sollte an besten aus diesen Komponenten bestehen:

  • Täglich: Kartoffeln, Nudeln oder Getreide, Gemüse oder Salat
  • Zwei- bis dreimal die Woche: Fleisch
  • Einmal die Woche: Fisch

Selbst Kleinkinder ab einem Jahr können schon an den Familienmahlzeiten teilnehmen und brauchen keine speziellen Gerichte. Die Mahlzeiten sollten dabei möglichst abwechslungsreich gestaltet sein. Dennoch bieten die Hersteller eine Vielzahl an speziellen Fertiggerichten für Kleinkinder an. Kleinkindprodukte, die mit einer Altersangabe von 1-3 Jahren gekennzeichnet sind, unterliegen gesetzlichen Vorgaben, die die Zusammensetzung und den Einsatz von Zusatzstoffen regeln.

Kinderprodukte, bei denen keine Altersangabe angegeben ist, fallen nicht darunter und daher gelten für sie nur die allgemeinen lebensmittelrechtlichen Bestimmungen. Bei diesen Produkten kann man somit nicht zwangsläufig von einer kindgerechten Nährstoffzusammensetzung ausgehen. Die Hersteller versuchen diese Produkte besonders ansprechend für Kinder zu machen und wollen den Anschein erwecken, als wären die Gerichte besonders geeignet für Kinder.




Fertiggerichte richtig auswählen und kombinieren

Die Auswahl an Fertiggerichten ist groß. Tiefgefrorenes Gemüse und Obst kann durchaus eine sinnvolle und ungesunde Beilage darstellen und mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Werden Fertiggerichte richtig ausgewählt und bewusst verwendet, ist gegen sie nichts einzuwenden. Kombiniert mit frischen Zutaten können sie mit wenig Aufwand etwas aufgewertet werden. So kann zu einem Pfannengericht frisches Gemüse gereicht werden und frisches Obst im Pudding sorgt für die benötigten Vitamine und verbessert den Geschmack.

Auch bei Beilagen und Snacks für Kinder gibt es eine große Produktauswahl, wie zum Beispiel fertige Tomatensoßen oder panierte Fischfiguren. Diese alleine stellen noch kein vollständiges Mittagessen dar und sollten mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Fertige Soßen zu Reis oder Nudeln können durchaus zu einer vollwertigen Mittagsvariante beisteuern. Bei diesen Produkten muss genau auf die Inhaltsstoffe und vor allem auf den Salzgehalt geachtet werden, da viele dieser Fertiggerichte einen relativ hohen Salzgehalt aufweisen.

Auf die Zutatenliste achten

Tiefkühlgerichte sind im Vergleich zu Speisen aus der Dose die bessere Wahl. Ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwertangaben ist in jedem Fall lohnenswert, da vor allem komplette Gerichte oft übermäßig viele Kalorien, Fett und Salz enthalten. Außerdem sind deutlich weniger gesunde Nährstoffe enthalten als ein Kind für seine Entwicklung benötigt.

Generell lässt sich sagen, dass je länger ein Fertiggericht haltbar ist, desto mehr Zusatz- und Konservierungsstoffe enthält es. Vor allem mit Fertiggerichten, die folgende Zusatzstoffe aufweisen, sollte sparsam umgegangen werden:

  • Glutamate (E 620 bis E 625)
  • Farbstoffe (E 102, E 104, E161g)
  • Phosphat-Verbindungen (E 338 bis E 341)

Nachteile und Gefahren von Fertiggerichten

Der Vorteil von Fertiggerichten liegt auf der Hand: Sie sind meist kostengünstig, praktisch und schnell zubereitet. Doch Fertiggericht, vor allem für Kinder, können schnell zur Gesundheitsfalle werden.

  • Fertiggerichte haben oft einen hohen Salz- und Fettgehalt und enthalten meistens viel Zucker. Dies kann Übergewicht bei Kindern begünstigen.
  • Fertiggerichte aus der Dose haben nicht genügend Vitamine, da die Speisen für die Dose lange erhitzt werden.
  • Fertiggerichte sollen kostengünstig sein und müssen daher oft knapp kalkuliert werden. Aus diesem Grund sind viele Hersteller bei der Verwendung von Gewürzen sehr sparsam und reichern die Gerichte mit großen Mengen Geschmacksverstärkern an.
  • Fertiggerichte sollen möglichst appetitlich und frisch aussehen. Daher werden sie teilweise mit Farbstoffen versehen, die mitunter bestimmte chemische Substanzen enthalten, welche Kinder hyperaktiv machen.
  • Das häufige Konsumieren von Fertiggerichten kann Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Gliederschmerzen und Migräne auslösen.

Fazit

Wird gelegentlich mal ein Fertiggericht für die Kinder zubereitet, ist dagegen nichts einzuwenden. Richtig kombiniert mit frischen Zutaten, dürfen Fertiggerichte ab und zu mal auf den Tellern der Kinder landen. Nehmen Kinder allerdings häufig Fertiggerichte zu, können diese eine gesundheitliche Gefährdung darstellen. Bei der Wahl der Fertiggerichte sollte ein genauer Blick auf die Zutaten und Inhaltsstoffe geworfen werden. Am besten für Kinder sind ausgewogene und frisch zubereitete Mahlzeiten. Fertiggerichte speziell für Kinder sind unnötig und meist ungesund, da selbst Kleinkinder ab einem Jahr schon das mitessen können, was der Rest der Familie isst.