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Ein kindgerechter Garten – Hilfreiche Tipps und Vorschläge

Kindgerechter Garten
Ein kindgerechter Garten – Hilfreiche Tipps und Vorschläge

Ob Grundstück mit eigenem Garten oder ein Stück Natur in einer Kleingartenanlage: Für viele Eltern es Herzenssache, eine eigene Naturoase für Groß und Klein zu erschaffen. Häufig gehen die Interessen einzelner Generationen auseinander. Schließlich ist ein gepflegter geradliniger englischer Garten für Kinder eher ungeeignet. Stattdessen ist robuster Spiel- und Sportrasen für die Jüngsten die bessere Wahl.

Doch die Wahl des Rasens ist längst nicht die einzige Besonderheit, die Eltern für eine kindgerechte Gartengestaltung berücksichtigen müssen.

Grundstücksgrenzen effizient absichern

Kinder sind sehr neugierig und können viele Gefahren einfach nicht einschätzen. Da geschieht es schnell, dass sie durch das kleine Loch in der Gartenhecke schlüpfen und auf einmal mitten auf der Straße stehen. In vielen Kindern schlummert ein großer Entdeckerdrang. Deshalb ist es umso wichtiger, das private Grundstück kindersicher zu umranden.

Generell gilt wird von Gartenhecken als sicherer Grundstückseingrenzung abgeraten, da selbst die dichtesten Hecken kleine Durchschlupflöcher für den Nachwuchs bieten.

Stattdessen ist ein Gartenzaun oder Sichtschutzzaun eine gute Wahl, dessen obere Enden allerdings auf keinen Fall spitz zulaufen sollten. Andernfalls besteht das Risiko, dass sich die kleinen Entdecker bei einer Überwindung des Zauns ernsthaft verletzen. Zudem ist es wichtig, dass in die Zaunelemente nach Möglichkeit keine größeren Querbalken integriert sind, welche die Kinder als Kletterhilfe nutzen könnten. Die Höhe des Gartenzauns ist ebenfalls eine entscheidende Komponente, da ein zu niedriger Zaun schlichtweg kein unüberwindbares Hindernis ist. Deshalb sollten die Zäune mindestens 1,40 Meter hoch sein. Engmaschige Stabgitter- oder Bretterzäune sind eine gute Wahl. Im Gegenzug ist ein schmiedeeiserner Zaun oder Jägerzaun für den Nachwuchs eher ungeeignet. Bei einem kindersicheren Zaun ist es unerlässlich, dass sich die Jungen und Mädchen nicht an Nägeln, Splittern oder scharfen Kanten verletzen können. Zudem sollten die vertikalen Elemente so eng miteinander verknüpft sein, dass die Kinder nicht ihren Kopf hindurch stecken können.

Tipps für eine sichere Gartenbepflanzung

Giftige Pflanzen gehören in keinen kindgerechten Garten. Schließlich lässt es sich trotz aller Warnungen nicht zu 100 Prozent vermeiden, dass die Kinder die Gewächse berühren oder sogar in den Mund nehmen. Vom Anblick köstlich aussehender Beeren oder bunten Blüten fühlt sich der Nachwuchs oft magisch angezogen. Ein Verzehr der meisten Pflanzen aus unseren Breitengraden ist zwar nicht tödlich. Dennoch können Betroffene unter Beschwerden wie Unwohlsein, Erbrechen, Durchfall und schlimmstenfalls sogar unter Herzrhythmusstörungen oder Lähmungen leiden.

Als stark giftige Pflanzen werden beispielsweise der Eisenhut, die Engelstrompete, der Fingerhut oder die Tollkirsche eingestuft. Zudem gehören Alpenveilchen, der Buchsbaum, Efeu, Eibe, Christrose, Kirschlorbeer, Maiglöckchen und Oleander der Kategorie giftiger Pflanzen an.

Pflanzen im kindgerechten Garten
Giftige Pflanzen gehören in keinen kindgerechten Garten

Große Rasenflächen wählen

Generell ist es eine gute Wahl, möglichst große Rasenflächen zu nutzen. Diese Flächen bieten viel Raum zum Toben, Spielen und Rennen. Bei einem Sturz beugt Rasen ebenfalls größeren Verletzungen vor, da das Gras ein weiches Polster bildet. Rindenmulch ist als Untergrund für Spielgeräte oder Laufwege geeignet. Da dieses Material Stürze gut abfedert, ist der Boden eine sinnvolle Alternative zu Beton oder Kieselsteinen. Große Obstbäume sollten in kindergerechten Gärten ebenfalls nicht fehlen, da diese ein effizienter Sonnenschutz und Kletterbaum in einem sind.

Viele Familien lassen es sich ebenfalls nicht nehmen, die Bäume als Aufhängungen für Hängematten oder Schaukeln zu verwenden. Eine gute Wahl sind Apfel-, Kirsch- oder Walnussbäume, weil sich an diesen Gewächsen nach einigen Jahren besonders robuste Äste herausbilden. Besondere Farbtupfer sind außerdem einheimische Ziersträucher und Wildblumen, die die Natur von ihrer kunterbunten Seite präsentieren.

Gartenteiche und Swimmingpools kindersicher gestalten

Bei einer kinderfreundlichen Gartengestaltung bedürfen Wasserquellen wie Gartenteiche oder Swimmingpools besonderer Aufmerksamkeit. Schließlich ist bei diesen Wasserquellen besondere Vorsicht geboten, da bereits flache Gartenteiche für den Nachwuchs gefährlich sein können. Insbesondere für kleine Kinder sollte der Zugang zu einem Teich oder Swimmingpool erschwert werden. Solange die Kinder nicht allein schwimmen können, sollten sich die Jungen und Mädchen niemals allein in der Nähe des Wassers aufhalten. Deshalb ist es wichtig, die Kinder niemals allein zu lassen oder im Bedarfsfall mit Schwimmhilfen auszustatten.

Um einem Hereinfallen des Nachwuchses entgegenzuwirken, sollten die Teiche außerdem dauerhaft mit strapazierfähigen Netzen abgedeckt werden. Ein effektiver Schutz für eingebaute Pools sind speziell zugeschnittene Poolabdeckungen.

Die Wahl der richtigen Spielgeräte

Spielgeräte verwandeln jeden Garten letztendlich in ein Naturparadies. Damit der Nachwuchs jedoch nicht überfordert ist, reichen zwei Spielgeräte völlig aus. Großer Beliebtheit erfreuen sich Schaukeln, auf denen sich die Kinder austoben können.

Aber Achtung: Kleine Kinder benötigen spezielle Schaukelsitze, die den Rücken stützen und einem Herunterfallen entgegenwirken.

Für größere Kinder sind Sitzbretter aus witterungsbeständigem Holz oder Gummi eine gute Wahl. Während kleine Kinder vom Buddeln im Sandkasten nicht genug bekommen können, erfreuen sich größere Jungen und Mädchen an den Vorzügen eines Trampolins oder Klettergerüsts. All diese Spielgeräte bieten die Möglichkeit, sich unter freiem Himmel auszutoben. Wünschen sich die Kinder einen eigenen Rückzugsort im Garten, sind eigene Baumhäuser in stabilen Baumkronen garantiert eine gute Wahl.