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So lernen Kinder spielend Körperpflege und Hygiene

So lernen Kinder spielend Körperpflege und Hygiene
So lernen Kinder spielend Körperpflege und Hygiene

Spielen bedeutet in erster Linie Spaß – vor allem für die Kleinsten unter uns. Wenn wir es also schaffen, unterhaltsame Aktivitäten mit Lernprozessen zu verknüpfen, bieten wir unseren Kindern die Möglichkeit etwas zu lernen und gleichzeitig Freude dabei zu empfinden.

Wie können wir Körperpflege und Hygiene unseren Kindern verständlich machen?

Wo tummeln sich die meisten Viren und Bakterien und wie genau werden diese kleinen Teile überhaupt übertragen? Das sind nur ausgewählte Fragen, mit denen sich Kinder in der Übergangsphase vom Baby zum Kleinkind beschäftigen müssen. Neben Fähigkeiten und Verhaltensmustern wie das Zählen, Hören oder Teilen von Spielsachen, hat die Hygiene ebenfalls einen hohen Stellenwert. Wir alle wissen, dass Körperpflege wichtig ist, aber wie können wir diese Priorität auch unseren Kindern verständlich machen?

Für Körperpflege begeistern

Energetische Kinder haben oft keine Geduld und keine „Zeit“ zum Händewaschen oder Zähneputzen. Wenn diese Hygienemaßnahmen auf eine lustige Art und Weise dargestellt werden, können wir unsere Kleinen zu effektiver Körperpflege begeistern. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es unterschiedliche Methoden.




Nehmen wir zum Beispiel das Händewaschen. Händewaschen ist sehr wichtig, denn Keime können sich von Person zu Person oder von Gegenstand zu Person usw. verteilen. Viele Kinder haben eine lebhafte Fantasie, wie Viren und Bakterien aussehen könnten. Wenn wir ihnen mit einem hautfreundlichen Stift oder Glitzer ein kleines, grünes Männchen auf den Handrücken malen, dann unterstützen wir diese Vorstellungskraft. Auch die Finger zu bemalen ist sinnvoll, denn so wird das Bild von der Verteilung präziser. Nach dem Spaß mit den Farben sollen die Kinder ganz normal spielen und dabei eine Tür öffnen, einen Keks holen und Spielsachen anfassen. Nach einigen Minuten kann man bereits sehen, wo sich die Farbe bzw. der Glitzer überall verteilt hat. So erzeugen wir einen genauen Eindruck von der Verteilung der Keime.

Dabei lernen Kinder spielerisch, wie wichtig das Händewaschen ist, denn mit ungewaschenen Händen gelangen Viren und Bakterien problemlos an jede Oberfläche und jeden Gegenstand. Beim Händewaschen sehen sie, wie Glitzer oder Farbe (genau wie Keime) an der Haut haften und man diese nur mit Seife und mindestens 30 Sekunden unter dem Wasserstrahl abbekommt. Durch diese Methode bringen wir unseren Kindern bei, dass Keime klein und unsichtbar sind, sich aber dennoch ausbreiten und gesundheitliche Probleme verursachen können.

Spaß mit Lernen beim Zähneputzen verbinden

Auch beim Zähneputzen können wir Spaß mit Arbeit bzw. Lernen verbinden. Machen Sie dafür ein Modell aus Eierkartons. Die Ausbuchtungen der Eier symbolisieren die Zähne. Das Riesenzahnmodell können Sie vorher gemeinsam mit Ihrem Kind anfertigen. Zahnverfärbungen können mit einem weißen Ei und etwas Saft veranschaulicht werden. Wenn gekochte Eier einen Tag in einer farbigen Flüssigkeit liegen, bekommen sie einen gelblichen Schimmer und Flecken – ähnlich wie unsere Zähne. Die Kinder sollen dabei sehen, dass sich deren Zähne durch Speisen und Getränke über den Tag verfärben. Mit einer Zahnbürste und Zahnpasta können die Kinder nun das Ei schrubben und den Unterschied zwischen der geputzten und nicht geputzten Stelle erkennen. Diese Prozedur hilft zu verstehen, dass auch Zähne durch regelmäßiges bürsten von diesen Flecken befreit werden.

Nase putzen

Auch Nase putzen gehört zu den Dingen, die Kinder nicht gerne machen und dessen Notwendigkeit und Wichtigkeit sie noch nicht begreifen. Wir alle wissen, wie schwierig es sein kann, Kinder mit laufender Nase zu haben. Sie schnüffeln, wischen mit dem Ärmel drüber, schmieren alles an ihre Hände oder die Möbel und Wände. Die Herausforderung beim Nase putzen besteht nicht nur darin, dass die Kinder dabei lange genug still bleiben müssen, sondern auch im Prozess an sich. Luft durch die Nase zu blasen kann sich für die Kleinen als äußerst schwierig herausstellen.