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Spielzeug für Kinder

Spielzeug für KinderDer Blick in viele deutsche Kinderzimmer vermittelt ein ähnliches Bild. Regale sind mit Kuscheltieren überfüllt. Auf dem Boden türmen sich Puzzles, Autos, Dinos und Bücher. Groß und Klein fällt es schwer, bei diesem Anblick den Überblick zu behalten. Doch benötigen die Jungen und Mädchen wirklich diesen Spielzeug-Reichtum?

Kinder fühlen sich von Spielzeugwerbung angesprochen – natürlich!

Die heutige Spielwarenindustrie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder mit ihrer Werbung gezielt anzusprechen. Kinderaugen erstrahlen, wenn Lego-Prachtbauten entstehen, Barbies miteinander Tee trinken oder Kuscheltiere sprechend durch die Zimmer krabbeln. Um all diese Eindrücke zu sortieren, ist die Initiative von Müttern und Vätern gefragt. Bereits zum Zeitpunkt der Geburt werden viele Kinder mit Mitbringseln wie Kuscheltieren überhäuft. Der Fundus erhöht sich stetig. Doch im Kleinkindalter ähnelt es einem Kampf zwischen den Generationen, einige Teile des geliebten Spielzeugs zu entfernen. Das Problem ist, dass die Kleinen das entfernte Spielzeug schnell vermissen. Diskrepanzen sind vorprogrammiert.

Zu viel Spielzeug hemmt die Fantasie der Jungen und Mädchen

Es ist ein Irrglaube, dass zu viel Spielzeug das kreative Spiel unterstützt. Ganz gleich, ob Lernspielzeug oder normales Spielzeug – ein übermäßiger Reizeinfluss führt dazu, dass Kinder zu schnell von einem Gegenstand zum nächsten wechseln und sich nicht intensiv mit einem Objekt befassen. Der Lerneffekt ist minimal. Deshalb ist es für eine Entwicklung der Fantasie und des kindlichen Geistes wesentlich effizienter, nur wenige Spielsachen zu offerieren. Indem sich Kinder für längere Zeit in ein Spiel vertiefen, wird ihre Fantasie angeregt. Sie erschaffen sich eine eigene Welt. Klasse statt Masse ist die Devise, um für Kinder altersgerechtes und individuelles Spielzeug auszuwählen.




Welches Spielzeug ist der jeweiligen Entwicklungsstufe der Kinder angepasst?

Laut Experten von Vereinigungen wie der gemeinnützigen Verbraucherberatung „spiel gut“ ist es wichtig, das Kind genau zu beobachten. Es ist sinnvoll hinzuschauen und darauf zu achten, welche Themen den Nachwuchs interessieren und welche Anregungen es zum Durchleben der derzeitigen Entwicklungsstufe benötigt. Spielzeug ist nach der Meinung von Pädagogen nicht nur eine Freizeitbeschäftigung. Vielmehr ist ein Spielzeug ein Mittel zum Zweck, um den Jungen und Mädchen eine lang anhaltende Freude zu bereiten. Deshalb raten Entwicklungsexperten von sogenannten Spielverderbern ab, die aufgrund ihrer Konsistenz oder Konstruktion schnell kaputt gehen. Besonders effektiv ist es, das Spielzeug mit dem Nachwuchs zusammen auszuwählen. Auf diese Weise können Töchter und Söhne ihre Wünsche äußern und genau erklären, weshalb sie sich für das eine oder andere Spielzeug entschieden haben. Hier können Sie beispielsweise zusammen mit Ihrem Kind online nach einem passenden Spielzeug schauen und dies bei Interesse direkt kaufen.

Dem Nachwuchs nicht jeden Spielzeug-Wunsch erfüllen

Doch für Eltern ist es keine Verpflichtung, dem Nachwuchs jeden Wunsch zu erfüllen. Allerdings sollten Mütter und Väter ihren Kindern erläutern, weshalb sie sich gegen bestimmte Gegenstände entscheiden. Diese Art der Vermittlung von Werten könnte an Festtagen wie dem Geburtstag oder Weihnachten fortgesetzt werden. Wissen die Kleinsten die Tradition und Besonderheit dieser Ereignisse zu schätzen, ist diese Erkenntnis genauso kostbar wie die Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Bekannten und Verwandten als Spielzeug-Berater zur Seite stehen

Eltern könnten ihre Kinder in beratender Form unterstützen, damit die Flut an Präsenten durch Verwandte oder Bekannte zu diesen besonderen Ereignissen nicht zu hoch ausfällt. Häufig haben die Kinder spezielle Wünsche, die die Großeltern gezielt erfüllen können. Eltern sollten die Chance nutzen und Geschenke-Tipps an all die Personen weiterleiten, die den Kindern eine Freude bereiten möchten. Es ist nicht schlimm, wenn sich unter diesen Präsenten auch praktische Objekte wie ein Fahrradhelm befinden. Eine wichtige Aufgabe von Müttern und Vätern ist es darauf zu achten, dass der Nachwuchs zu keiner Zeit mit den Geschenken überfordert ist. In diesem Zusammenhang ist es durchaus wichtig, dass das Auspacken der Präsente zelebriert wird und sich für jedes einzelne Spielzeug genug Zeit genommen wird. Ratsam ist es ebenfalls, sich ausdrücklich bei der Person zu bedanken, die das Präsent überreicht hat. Dadurch lernen die Kinder, die Geschenke mit den jeweiligen Personen in Verbindung zu bringen.

Eine alte Taktik zur „Kontrolle“ der Spielwiese

Platzen die Kinderzimmer trotz der guten Vorsätze aus allen Nähten, hat sich ein alter Trick bewährt. Gelegentlich kann das eine oder andere Spielteil einfach in den Keller geräumt werden. Auf diese Weise geht die Übersicht im Kinderzimmer nie verloren. Nach einer mehrwöchigen Pause können die Gegenstände wieder aus dem Keller ins Kinderzimmer geräumt werden. Gewiss werden sich viele Eltern wundern, wie sehr sich die Jungen und Mädchen über das Wiedersehen mit ihrem Spielzeug freuen. Diese Wiedersehensfreude ist eine wunderbare Gelegenheit, das Spielzeug wieder neu zu entdecken und der kindlichen Fantasie freien Lauf zu lassen.