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Kind

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Kleinkinder lieben Wiederholungen. Hat Ihr Kind einmal etwas Schönes entdeckt, dann wird es diese Sache immer wieder sehen/hören/tun wollen - und Sie selbst ganz verrückt damit machen. Ihr Kind will dann immer wieder dasselbe Spiel spielen oder denselben Laut artikulieren. Auch findet Ihr Kind es toll, neue Umgebungen zu entdecken und neue Dinge zu tun. Nehmen Sie Ihr Kind mit auf Entdeckungsreise im Haus und draußen.

Auch für Erwachsene ist es eine faszinierende Erfahrung, die Welt einmal durch die Augen Ihres Kindes zu betrachten, für das noch alles neu ist.

Eigensinnig

Manchmal könnte man denken, dass Ihr liebes Kind sich in ein kleines Monster verwandelt hat, das mit voller Absicht Dinge tut, die Sie verärgern. Dann bekommt es zum Beispiel in einem Geschäft unverhofft einen Wutanfall und liegt kreischend am Boden. Oder es möchte partout nicht mit nach Hause kommen, wenn Sie es von einem Kinderfest oder aus dem Kindergarten abholen. Oder es protestiert gegen alles und jeden und schmeißt sein Essen quer durchs Zimmer.

Natürlich ist es nicht die Absicht Ihres Kindes, Sie zu ärgern; eigentlich zeigt es durch sein Verhalten vor allem, dass es mit sich selbst unzufrieden ist. So ein Wutausbruch ist häufig ein Zeichen von Ohnmacht oder Trotz. Kinder im Alter von eineinhalb bis vier Jahren entwickeln sich in kurzer Zeit sehr schnell. Emotionen wie Frustration, Wut, Angst oder auch Scheu vor Fremden sind typisch für dieses Lebensalter und gehören zur Entwicklung des Kindes dazu. Das Kind lernt von Tag zu Tag neue Dinge hinzu, entdeckt seinen eigenen Willen und möchte alles ausprobieren. Wenn das einmal nicht möglich (oder verboten) ist, kann das Kind schnell frustriert sein.

Jedes Kind verspürt einmal den Wunsch, sich gegen die Eltern zu versetzen und den eigenen Willen durchzuboxen. Es geht dem Kind in solchen Situationen vor allem darum, sein "nein" deutlich zum Ausdruck zu bringen und weniger um die Frage, wogegen es sich nun eigentlich konkret versetzt. Und obwohl Kinder einerseits selbständig sein und ihren eigenen Weg gehen möchten, benötigen sie andererseits viel Aufmerksamkeit und zeigen sich besonders kreativ darin, Wege und Möglichkeiten zu finden, um diese Aufmerksamkeit auch zu bekommen. Nicht umsonst wird diese Phase in der Entwicklung des Kindes auch die Kleinkinderpubertät genannt.

Schlafen

Gehen Sie nicht davon aus, dass nur Babys ihre Eltern nachts vom Schlafen abhalten. Auch Kleinkinder sind hierzu durchaus in der Lage. Die von Eltern am häufigsten gestellten Fragen über Kinder in diesem Alter drehen sich noch immer um die Themen (nicht) essen und (nicht) schlafen wollen.

Das nächtliche Füttern und Darmkrämpfe werden jetzt allmählich von bösen Träumen, imaginären Krokodilen unterm Bett und heftigen Protesten gegen das Zubettgehen abgelöst. Die Mittagsschläfchen werden immer kürzer. Vierjährige Kinder halten in der Regel nur noch selten einen Mittagsschlaf.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Schlafen.

Essen

nicht essen Ihr Kind darf nach dem ersten Lebensjahr fast das Gleiche essen wie der Rest der Familie. Gehen Sie aber noch ein wenig sparsam mit Zucker und Salz um, und achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu scharf isst. Babymilch darf jetzt durch gewöhnliche Kuhmilch ersetzt werden. Natürlich ist auch Brustnahrung noch immer möglich.

Vitamin D

Kinder bis zu 4 Jahren sollten regelmäßig Vitamin D bekommen. Vitamin D wird durch Einwirkung des Sonnenlichts direkt in den Hautzellen produziert. Wenig Sonnenlicht, die Haut bedeckende Kleidung oder eine dunkle Hautfarbe können jedoch bewirken, dass die Produktion von Vitamin D auf ein Minimum beschränkt bleibt. Ein Kleinkind kann die Menge Vitamin D, die es benötigt, nicht allein über die Nahrung aufnehmen. Deshalb sollte man einem Kind unter 4 Jahren das ganze Jahr über zusätzlich Vitamin D geben. Im Drogeriemarkt sind unterschiedliche Multivitaminpräparate erhältlich. Die Marke spielt keine Rolle, solange es sich um ein Mutivitaminpräparat handelt.

Fett

"Meiden Sie Fett!", lautet der wohlbekannte Slogan der Ernährungsberater. Man gibt uns den Ratschlag, vor allem fettarme Produkte zu essen, da wir ansonsten zu viel Fett mit der Nahrung aufnehmen würden, das dann vom Körper angelagert wird und schnell zu Übergewicht führen kann. Für ein Kleinkind gelten allerdings andere Regeln: Ein Kleinkind darf nämlich ruhig eine gewisse Menge an (gesunden) Fetten zu sich nehmen. Natürlich sollten Sie darauf achten, wie viel Fett Ihr Kind zu sich nimmt. Es sollte nicht zu häufig ungesunde Snacks essen, aber vergessen Sie auch nicht, dass Fett ein Nährstoff ist, den vor allem kleine Kinder auch tatsächlich benötigen. Vollmilch und Margarine sowie fetter Fisch sind kein Problem. Es ist wichtig, dass ein Kind eine ausreichende Menge an Fett mit der Nahrung aufnimmt. Ein Kleinkind benötigt Fett, damit der Körper genügend Energie hat. Das Kleinkind benötigt Energie zum Wachsen, zum Spielen und um sich entwickeln zu können. Zusätzlich enthalten fette Nahrungsmittel Vitamin D, das ebenfalls wichtig für die Ernährung des Kleinkindes ist.

Mag ich nicht!

Dass das Kind jetzt im Prinzip das Gleiche essen kann wie Sie, klingt so, als ob seine Ernährung jetzt etwas einfacher wird. Leider ist jedoch meist das Gegenteil der Fall und beginnen bei vielen Kindern mit dem zweiten Lebensjahr die Essensprobleme. Hat Ihr Kind vor kurzem noch brav alles gegessen, was Sie ihm gegeben haben, so beginnt es jetzt allmählich seinen eigenen Willen zu entwickeln und alles zu verweigern, was ihm nicht schmeckt. Geben Sie nicht auf! Manchmal muss sich das Kind einfach erstmal an einen neuen Geschmack gewöhnen.

Auch müssen Sie wissen, dass Nahrungsverweigerung für Ihr Kleinkind ein willkommenes Mittel ist, um seine Macht auszutesten. Beunruhigen Sie sich also nicht zu schnell, wenn Ihr Kind einmal das Essen verweigert, es wird schon wieder Hunger bekommen. Der Magen Ihres Kindes macht sich von selbst bemerkbar, wenn er Nahrung braucht; einfach so verhungern wird Ihr Kind nicht. Solange Ihr Kind gesund ist und über ein ausreichendes Körpergewicht verfügt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Wenn Ihr Kind sein Gemüse einmal nicht aufessen will, sollten Sie es nicht bestrafen, indem Sie ihm den Nachtisch verweigern.

Ein guter Tipp ist auch, etwas ältere Kinder in die Essensvorbereitung mit einzubeziehen. Lassen Sie Ihr Kind wählen (und schränken Sie dabei die Auswahlmöglichkeiten ein: "Möchtest du Karotten oder Blumenkohl?"), und lassen Sie es beim Tisch decken mithelfen. Auf diese Weise fühlt sich Ihr Kind ein wenig verantwortlich und wird eher geneigt sein, seinen Teller leer zu essen.

Weniger essen als im ersten Lebensjahr

Wie viel muss ein Kind im Alter von 1 bis 2 Jahren am Tag mindestens zu sich nehmen? Während des ersten Lebensjahres ist Ihr Baby wahnsinnig schnell herangewachsen, seine Körpergröße hat sich beinahe verdoppelt, und sein Körpergewicht ist jetzt etwa dreimal so hoch wie bei der Geburt. Im ersten Lebensjahr wachsen Kinder am schnellsten. Deshalb benötigt Ihr Kind ab dem zweiten Lebensjahr auch weniger Kalorien. Achten Sie auf Abwechslung beim Essen; das Kind sollte genügend Gemüse, Obst, Kohlenhydrate, Fett (Vollmilchprodukte), Eiweiß, Eisen (rotes Fleisch, grünes Blattgemüse, Bohnen) und Calcium (1 Glas Milch am Tag) zu sich nehmen.

Geben Sie Ihrem Kind täglich Obst und eine Portion Gemüse. Achten Sie weiterhin darauf, dass Ihr Kind täglich drei bis vier Portionen kohlenhydratreiches Essen (Brot, Reis oder Nudeln, Kartoffeln) zu sich nimmt. Geben Sie Ihrem Kind Saft, Wasser, Tee und Milch zu trinken. Achten Sie darauf, Ihrem Kind nicht zu häufig zuckerhaltige Getränke oder Süßigkeiten zu geben.

Machen Sie sich Sorgen darüber, dass Ihr Kind nicht genügend isst? Bedenken Sie, dass Ihr Kind zum einen (genau wie Sie selbst) mal mehr und mal weniger Appetit hat. Und außerdem kommt über den ganzen Tag verteilt meist doch so einiges zusammen: Eine Scheibe Wurst beim Metzger, eine rohe Mohrrübe, während Sie kochen ... Halten Sie einmal eine Woche lang Buch darüber, was Ihr Kind alles isst. Meistens reicht es aus. Sollten Sie sich dennoch Sorgen machen, können Sie sich an eine Mütterberatungsstelle wenden.

Versorgung

Bad

kind badKleinkinder entwickeln manchmal plötzlich einen regelrechten Ekel vor dem Baden, und es kommt vor, dass sie sich heftig dagegen zur Wehr setzen. Versuchen Sie, dem Kind das Baden so angenehm wie möglich zu machen - mit Hilfe einer Badeente oder gefärbtem Badewasser. Achten Sie darauf, dass die Badetemperatur nicht zu stark abkühlt, wenn das Kind bereits eine Zeit lang in der Wanne sitzt. Lassen Sie Ihr Kind auch niemals unbeaufsichtigt in der Badewanne.

Das Haare waschen kann mitunter ganz schön schwierig sein. Die meisten Kinder finden es nicht schön, wenn ihr Haar einshampooniert und ausgespült wird. Es kann sein, dass Ihr Kind Angst davor hat, Shampoo in die Augen zu bekommen und anfängt, heftig zu protestieren. Häufig ist es hilfreich, das Kind hinterher mit einem lustigen Spiel zu belohnen. Sie können Ihrem Kind auch eine Taucherbrille oder einen Waschhandschuh geben, den es sich vor die Augen halten kann, wenn Sie ihm die Haare ausspülen. Waschen Sie Ihrem Kind die Haare nur mit Wasser ohne Shampoo, oder verzichten Sie vorübergehend auf das Haare waschen, und reinigen Sie die Haare statt dessen mit einem nassen Waschhandschuh, bis Ihr Kind seine Angst vor dem Baden überwunden hat. Probieren Sie einfach aus, welche Methode bei Ihrem Kind am besten funktioniert.

Spielen und lernen

Ihr Kind kann und möchte jetzt immer mehr entdecken. Das findet es toll; spielen bedeutet für Kinder dasselbe wie lernen. Ein Kind ist von Natur aus neugierig auf seine Umgebung und wird von selbst spielend alles lernen, sobald die Zeit dafür gekommen ist. Zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, Dinge zu lernen, für die es noch nicht reif genug ist. Wenn Ihr Kind soweit ist, wird es beinahe von selbst gehen.

Stimulieren Sie Ihr Kind beim Entdecken seiner Umgebung. Sorgen Sie dafür, dass das Kind sich in einer sicheren Umgebung befindet, wo es nach Herzenslust experimentieren kann. Vergessen Sie dabei vor allem nicht, dass der Prozess des Spielen selbst wichtiger ist als das Resultat des Spiels. Ihr Kind muss den Turm aus Bausteinen nicht immer so hoch machen, wie es möglich ist, es darf ruhig auch einmal ganz bewusst einen Stapel Bauklötze umschmeißen, um zu sehen, was dann passiert. Sie können Ihrem Kind vormachen, was es tun soll, aber geben Sie ihm vor allem auch genügend Freiraum für eigene Experimente, denn auch das ist wichtig für den Lernprozess.

Mitmachen und nachmachen

Ein Kleinkind findet es toll, Mama oder Papa helfen zu dürfen und ihnen alles nachzumachen. Beziehen Sie Ihr Kind in die Erledigung alltäglicher Aufgaben mit ein: Wäsche zusammenlegen zum Beispiel, oder geben Sie ihm beim Kochen die Aufgabe, die Bohnen in der Mitte durchzubrechen. Auch das Nachspielen von Situationen, die es beobachtet hat, ist toll: Telefonieren mit einem Spielzeugtelefon oder vielleicht sogar mit einer leeren Klopapierrolle.

Sie sollten Ihrem Kind auch Bücher vorlesen oder gemeinsam mit ihm Musik machen. Dies sind sehr schöne und lehrreiche Beschäftigungen. Besorgen Sie sich einen Ausweis für die Bibliothek oder besuchen Sie einen Kurs "Musik mit Kleinkindern".