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Schulkind

Schulkind

Endlich in die Schule gehen. Endlich groß sein. Mit der Einschulung beginnt für den Nachwuchs ein neuer Lebensabschnitt. Der Wechsel vom Kindergarten- zum Schulkind ist für die Jungen und Mädchen mit vielen Änderungen verbunden, die alle Generationen vor große Herausforderungen stellen. Und ganz gewiss steckt in den Worten über den „Beginn des Ernstes des Lebens“ auch ein kleiner Funke Wahrheit.

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Schulkinder müssen mehr Verantwortung für ihr Handeln übernehmen

Ein Schulkind muss nun lernen, mehr Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Wer sich morgens zu viel Zeit lässt, kommt zu spät zum Unterricht. Wer seine Hausaufgaben nicht erledigt, muss mit Konsequenzen rechnen. Regeln wie diese sind jedoch für ABC-Schützen neu. Die Umstellung vom sorgenfreien Leben im Kindergarten zu dem mit hoher Verantwortung verbundenen Alltag eines Schulkinds fällt vielen Kindern recht schwer. Doch mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und etwas Geduld werden Groß und Klein diese Situation meistern.




Den Morgen mit guter Laune beginnen

An den meisten Grundschulen läutet die Glocke zur ersten Unterrichtsstunde zwischen 7.45 Uhr und 8.15 Uhr. Das Schulkind sollte natürlich zeitig genug aufstehen, um genügend Zeit fürs Frühstück, Anziehen und den Schulweg zu haben. Insbesondere in dunklen Wintermonaten ist es gewiss für viele Schulkinder eine Umstellung, voller Elan in den Tag zu starten. Umso wichtiger ist es, dass die Kinder abends zeitig genug ins Bett gehen. Ein Grundschulkind sollte zwischen zehn und elf Stunden pro Nacht schlafen. Kleine Extras wie fröhliche Musik, Licht oder ein leckeres Frühstück helfen dabei, gut gelaunt den Schultag zu beginnen. Da das Schulkind bis zum Tag der Einschulung vermutlich über mehrere Jahre hinweg denselben Kindergarten besucht hat, sind die Jungen und Mädchen natürlich sehr mit den Räumlichkeiten und dem Betreuungspersonal vertraut. Deshalb ist es besonders wichtig, das Kind bei dieser Umstellung zu begleiten und Einfühlungsvermögen zu zeigen.

Ein Problemfall: sich an feste Regeln halten

Bislang waren die Kinder vermutlich eher selten Situationen ausgesetzt gewesen, in denen sie sich an feste Regeln halten mussten. Für viele frisch gebackene Schulkinder ist es anfangs schwer, für längere Zeit am eigenen Platz sitzen zu bleiben oder sich melden zu müssen, wenn sie etwas sagen möchten. Viele Kinder wurden zwar schon im Elternhaus mit dem Einhalten von Regeln vertraut gemacht. Doch von einem Tag auf den anderen müssen die ABC-Schützen viele weitere Richtlinien einhalten. Deshalb ist es auch in dieser Hinsicht wichtig, das nötige Verständnis zu zeigen. Häufig sind in einer Schulklasse 25 oder gar noch mehr Kinder untergebracht, die natürlich nicht zu jeder Zeit in gleicher Weise von den Lehrkräften berücksichtigt werden können. Die Kinder müssen lernen, auf andere Kinder Rücksicht zu nehmen und sich in Geduld zu üben. Allerdings ist das Erlernen dieser Verhaltensweise ein wichtiges Kapitel beim Älterwerden, das ein wichtiger Teil sozialer Kompetenzen ist. Spätestens jetzt müssen die Kinder verstehen, dass sie nicht immer im Mittelpunkt stehen können und Bedürfnisse anderer Kinder ebenfalls berücksichtigt werden müssen.

Schulkind bei den Hausaufgaben

Die Arbeit mit nach Hause nehmen: Hausaufgaben!

Eine der wahrscheinlich größten Veränderungen für Schulkinder bezieht sich auf die Erledigung der Hausaufgaben. In der Schule lernen die Kinder zusammen. Doch die Hausaufgaben erledigen sie zumeist allein. Da diese Arbeit in Eigenregie sehr viel Disziplin erfordert, ist es sinnvoll, das Kind schon im Vorschulalter auf die Aufgabe vorzubereiten. In den Nachmittagsstunden sind Ruhephasen wichtig, in denen gebastelt, gemalt oder vorgelesen wird. Diese Ruhephasen steigern die Konzentration und Aufmerksamkeit – eine gute Grundlage zur Bewältigung der Aufgaben. Ein geregelter Tagesablauf hilft dem Nachwuchs dabei, die Herausforderungen des Schulalltags besser zu meistern. Beispielsweise ist es empfehlenswert, die Hausaufgaben stets zum gleichen Zeitpunkt zu erledigen und jeden Tag für längere Zeit an der frischen Luft zu spielen. Es spricht nichts dagegen, auch beim Eintritt ins Schulalter Kindergarten-Rituale wie gemeinsames Vorlesen oder gemeinsame Mahlzeiten beizubehalten. Verhaltensweise wie diese geben ein Gefühl von Sicherheit.

Kleine Rückschläge hinnehmen

Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Schulkinder ihre Selbständigkeit von Tag zu Tag intensivieren. Die im Kindergartenalter erlernten Fähigkeiten werden nunmehr zunehmend verbessert. Es ist ein natürlicher Lernprozess, dass derartige Fähigkeiten auch schon mal überschätzt werden und die Jungen und Mädchen mit Misserfolgen leben müssen. Doch diese Rückschläge gehören zum Erwachsenwerden dazu. Ist das Bad mal überschwemmt, ist es wichtig, verständnisvoll zu sein und hilfreiche Tipps zu geben. Und ganz gewiss gehören Missgeschicke wie diese schon bald der Vergangenheit an. Die Selbständigkeit der Kinder kann insbesondere durch das häusliche Lernen gefördert werden. Deshalb ist es erforderlich, die Kinder aktiv am Leben teilnehmen zu lassen. Das Gemüse schneiden oder die Schultasche für den nächsten Tag packen – kleine Schritte wie diese erzielen auf Dauer eine große Wirkung.

Endlich groß sein: eine Wohltat fürs Selbstbewusstsein!

Die Schulkinder selbst wissen, dass sie mit dem Eintritt ins Schulalter nicht mehr zu den Kleinen gehören. Das Selbstbewusstsein steigt und bildet somit eine wichtige Grundlage, um schulische Herausforderungen zu meistern. Eltern sind dazu aufgefordert, um die Schulkinder für kleine Erfolgserlebnisse zu loben oder zu neuen Erfahrungen zu ermutigen. Werden die Kinder immer wieder neu herausgefordert, wird automatisch das Selbstbewusstsein der Schüler und Schülerinnen gestärkt. Ein weiterer Wandel vollzieht sich im Schulalter auch für das Geschlechtsbewusstsein. Jungen und Mädchen spielen zunehmend weniger miteinander. Interessen und Vorbilder driften weiter auseinander. Darüber hinaus ist ein deutlicher Fortschritt bei der Entwicklung der Sprachkompetenzen zu vermerken, die sich beispielsweise durch eine verbesserte, kontextbezogene Ausdrucksweise bemerkbar macht. Der Wortschatz wird wesentlich umfangreicher. Dieser Wandel wird zusätzlich durch gemeinsame Gesellschaftsspiele oder gemeinsames Lesen gefördert.

Freunde selbst aussuchen

Das Kind sucht sich seine Freude im Schulalter zunehmend selbst aus. Konnten Eltern soziale Kontakte im Kindergartenalter noch beeinflussen, wählt es seine Spielfreunde nun selbst aus. Dieser Wandel geht mit dem Wunsch der Kinder einher, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und auf diese Weise seine Selbständigkeit zu beweisen. Umso wichtiger ist es, dass die ABC-Schützen auch regelmäßige Dienste wie die Pflege des Haustiers übernehmen müssen. Zu guter Letzt bestehen die meisten Schüler und Schülerinnen zunehmend darauf, dass ihre Privatsphäre geschätzt und beachtet wird. Ist die Zimmertür geschlossen, sollten Eltern oder andere Personen wie Geschwister auch nichts daran ändern.

Eltern müssen das Loslassen erlernen

Auch für Eltern ist ein Wechsel vom Kindergarten- ins Schulkindalter ein Thema, das gewiss nicht allen Müttern und Vätern schwerfällt. Die Einschulung ist ein weiterer Schritt in Richtung Selbständigkeit, der Eltern häufig das Herz zerreißt. Das kleine Kindergartenkind ist nun ein großes Schulkind, das immer mehr Freiräume einfordert und dadurch mehr Selbstvertrauen erlangt. Dadurch erwerben die Jungen und Mädchen soziale Kompetenzen, von denen sie für den Rest ihres Lebens profitieren sollten. Vor allem die erste Zeit nach der Einschulung ist für die ABC-Schützen mit einer Vielzahl neuer Eindrücke verbunden. Neue Räumlichkeiten, neue Lehrer und neue Mitschüler – der Beginn der Grundschulzeit geht mit vielen Veränderungen einher. Das Kind benötigt Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, die gewiss mit negativen und positiven Erfahrungen verbunden ist.

Die Lernmotivation beibehalten

Die meisten Schulkinder starten mit einer besonders hohen Lernmotivation ins Grundschulalter. Damit die Motivation in den ersten Schuljahren nicht verlorengeht, sind Eltern gefordert, den Nachwuchs so häufig wie möglich zu loben und positive Seiten hervorzuheben. Deshalb wird Eltern angeraten, ihren Kindern in jeder Situation so viel wie möglich zuzutrauen und jeden noch so kleinen Fortschritt positiv hervorzuheben. Erst dadurch können die Schulkinder richtig erlernen, was sie können oder woran es ihnen mangelt. Für die Kinder nehmen außerhalb des Elternhauses vermittelte Einstellungen und Ansichten an Bedeutung zu. Insbesondere Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen nehmen für die Schüler eine Schlüsselrolle ein. Umso wichtiger ist es, dass die Authorität der Lehrkräfte nicht angezweifelt wird – es sei denn, Diskrepanzen sind unvermeidbar.