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Schulwahl – Die richtige Schule finden

Schulwahl

Spätestens nach der Grundschule haben Eltern die Qual der Wahl. Sie müssen entscheiden, welche Schule die richtige Einrichtung für ihr Kind ist. Nicht immer ist ein Gymnasium die beste Wahl. Doch auf welche Orientierungspunkte sollten Eltern besonders großen Wert legen?

Die Qual der Wahl

Deutschlandweit gibt es etwa 50.000 Schulen, die in Gymnasien, Grundschulen, allgemeinbildende und berufliche Einrichtungen sowie sprachliche, technische und sozialwissenschaftliche Institutionen unterteilt sind. Einige dieser Schulen sind maßlos überfüllt. Andere Einrichtungen sehen individuelles Lernen in Kleingruppen vor. In anderen Schulen regiert der Dienst nach Vorschrift, während sich Lehrer in anderen Bildungsstätten wiederum überdurchschnittlich engagieren. Bei dieser großen Auswahl fällt es Eltern schwer, stets den Überblick zu bewahren.



Die richtige Schulart auswählen

Die wichtigste Frage, die sich Eltern nach der vierten oder sechsten Klasse stellen sollten, bezieht sich auf die Schulart. Laut Aussagen der Kultusministerkonferenz versprechen Gymnasien eine „vertiefte allgemeine Bildung“, die für die meisten Absolventen in der Hochschulreife mündet. Dennoch ist ein Gymnasium nicht für alle Schüler geeignet. Denn auch mit einem Bildungsweg an berufs- oder praxisorientierten Haupt- und Realschulen ist es für Schüler mit guten Noten möglich, im Nachhinein den Weg in Richtung Hochschule zu ebnen.

Entspricht die Schule den Neigungen und Interessen der Kinder?

Für diese Entscheidung nach der richtigen Schule sind Noten zwar ein ausschlaggebender Faktor. Dennoch sind Zensuren nicht die einzigen Komponenten, die in die Entscheidung einfließen. Eine weitere tragende Rolle spielen die Eigenschaften der Kinder, insbesondere dessen Konzentrationsfähigkeit, Lernbereitschaft oder Neugier. Begabungen und Interessen fließen ebenfalls in die Entscheidung ein. Das eine Kind lernt lieber, das andere betätigt sich vorzugsweise im handwerklich-praktischen Bereich. Zu guter Letzt könnten berufliche Wünsche oder Vorstellungen das Zünglein an der Waage sein. In den meisten Bundesländern ist es üblich, dass mehrere Schularten nebeneinander existieren. Schließlich sind Gesamtschulen oder Schulen in freier Trägerschaft für viele Eltern ebenfalls eine interessante Alternative.

Schule und ihre Profile

Haben Eltern und Kind ihre Entscheidung für eine bestimmte Schulart getroffen, steht die eigentliche Schule noch längst nicht fest. Zahlreiche Schulen sind unterschiedlich fachlich ausgerichtet. Gymnasien sind beispielsweise humanistisch, neusprachlich oder mathematisch-naturwissenschaftlich orientiert. Realschulen dürfen unterschiedlichen Wahlpflichtfächern den Vorzug geben, beispielsweise Kunst oder Hauswirtschaft. Ein weiterer ausschlaggebender Grund sind pädagogische Konzepte oder konfessionelle Gesinnungen einer Schule. Ergänzend sollten sich Eltern darüber im Klaren sein, ob sie eine Ganztagsbetreuung wünschen und welche Zusatzangebote, Arbeitsgruppen oder Projekte ihnen am Herzen liegen.

Ein kurzer Abriss: was macht eine „gute Schule“ aus?

Sind die Optionen an in Frage kommenden Schulen aufgrund der bereits benannten Kriterien schon eingeschränkt, sollten zwei weitere Fragen geklärt werden. Einerseits sollten Eltern für sich allein entscheiden, welche Kriterien ihrer Meinung nach eine „gute Schule“ ausmachen. Außerdem sollten Schule und Kind zusammen passen. Für eine „gute Schule“ werden objektive Kriterien festgelegt, die darauf schließen lassen, inwiefern die Schulleitung sowie Lehrer einer qualitativ hochwertigen Arbeit nachgehen. Werden diese Fragen bejaht, ist die Institution vermutlich die richtige Wahl, um Kinder optimal auf ihrem Weg zu begleiten.

Ruhig auf das Bauchgefühl hören

Natürlich kann diese Frage nicht rein objektiv beantwortet werden. Deshalb ist das Bauchgefühl von Eltern und Kindern gefragt. Die richtige Schule muss nicht nur eine gute Ausbildung gewährleisten, sondern auch Wohlfühlatmosphäre verbreiten. Umso wichtiger ist es, sich interessante Schulen vor Ort anzuschauen und mit Schülern, Lehrern, Schulleitern sowie Eltern ins Gespräch zu kommen. In diese Entscheidung darf auch gern die Frage einfließen, wie sympathisch die Lehrer gewesen sind. Getreu dem Motto: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“ darf das Flair der Klassenzimmer bei der Entscheidung berücksichtigt werden, ebenso wie Erfahrungsberichte anderer Eltern.