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Do's und Don'ts in der Schwangerschaft

Schwanger? Do's and dont'sDurch Ihre Schwangerschaft tragen Sie auf einmal die Verantwortung für ein neues Leben. Das Kind ist in Ihrem Bauch sicher und geborgen, aber zugleich ist es auch abhängig von der Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen. Sie sollten jetzt auch besonders gut auf sich selbst aufpassen. Ihr Körper verändert sich und nimmt an Gewicht zu, die Beckenbänder weiten sich, Sie können schneller aus dem Gleichgewicht geraten usw...

Ein gesunder Lebensstil ist jetzt besonders wichtig. Erfahren Sie hier, was Sie tun sollten und was Sie besser meiden sollten.

Ebenfalls auf dieser Seite Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie nützliche Informationen rund um die Ernährung und das Körpergewicht während der Schwangerschaft.

Do: Vitamin D und Foliumsäure

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, insbesondere jetzt, wo Sie schwanger sind. Essen Sie nicht auf einmal doppelt soviel wie vorher, das ist nicht nötig. Sie sollten jedoch in Ergänzung zu einem normalen und ausgewogenen Essensverhalten Vitamin D und Foliumsäure einnehmen.

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat wird die Einnahme von Vitamin D in Form eines Präparats empfohlen. Vitamin D sorgt für eine bessere Calciumaufnahme im Körper. Der Körper benötigt Calcium für den Erhalt der Knochenstabilität und für den Knochenaufbau des Kindes. Zusätzlich sollten Sie während der Schwangerschaft Foliumsäure einnehmen. Falls Sie dies noch nicht tun, sollten Sie so bald wie möglich damit anfangen. Foliumsäure verringert das Risiko auf neurale Schlauchdefekte beim Kind, wie zum Beispiel einen offenen Rücken. Nach vier Schwangerschaftsmonaten können Sie mit der Einnahme von Foliumsäure aufhören. Der neurale Schlauch ist dann voll entwickelt.

Don't: Alkohol und Drogen

Nun eine Reihe von Dingen, die Sie meiden sollten. Eigentlich sollte es jeder wissen: Alkohol und Drogen sind während der Schwangerschaft ein absolutes Tabu. Don't! Ihr Kind kann sein Leben lang unter den Folgen leiden.

Eine Zeitlang wurde behauptet, dass ein einziges Gläschen keinen Schaden anrichten kann. Aktuelle Untersuchungen haben jedoch erwiesen, dass Sie auch dieses eine Glas besser stehen lassen sollten. Alkohol kann der ungeborenen Frucht enormen Schaden zufügen. Etwaige Folgen sind Untergewicht des Kindes bei der Geburt, körperliche und/oder geistige Behinderungen, Verhaltensprobleme im Kindesalter und später.

Aufhören mit Rauchen

Es ist ebenfalls allgemein bekannt, dass Rauchen während der Schwangerschaft dem Kind enormen Schaden bereiten kann. Nikotin verengt die Blutgefäße in der Plazenta, sodass das Kind weniger Sauerstoff bekommt und das (geistige und körperliche) Wachstum des Kindes sich verlangsamt. Außerdem landen die im Tabak befindlichen Schadstoffe auch im Blut des Babys. Wenn Sie rauchen gehen Sie ein erhöhtes Risiko ein, ein untergewichtiges Kind zur Welt zu bringen. Auch erhöht sich das Risiko auf eine Frühgeburt, Missbildungen an den Füßen des Kindes oder eine Hasenscharte, eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Lunge, Asthma und Ohreninfektionen, und schließlich kann Rauchen im schlimmsten Falle zum Kindstot im Mutterleib (durch Ablösung des Mutterkuchens), während der Entbindung oder in den ersten Monaten nach der Geburt (Wiegentod) führen.

Stellen Sie also das Rauchen ein! Das gilt nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch für den Partner und eventuelle Mitbewohner. Nicht nur, weil es einfacher ist, gemeinsam mit dem Rauchen aufzuhören, sondern auch, weil Sie auch nach der Geburt nicht in dem Zimmer rauchen dürfen, in dem das Baby sich aufhält. Bitten Sie Ihren Hausarzt um Rat, wenn es Ihnen nicht gelingt, ohne fremde Hilfe mit dem Rauchen aufzuhören.

Medikamente

Seien Sie sehr vorsichtig im Umgang mit Medikamenten. Alles, was Sie einnehmen und was infolgedessen in Ihrem Blutkreislauf landet, gelangt natürlich auch in den Blutkreislauf Ihres Babys. Bereits eine einfache Schmerztablette kann die Entwicklung Ihres Babys beeinträchtigen.

Wenn Sie Medikamente verschrieben bekommen, geben Sie bei Ihrem Arzt bitte immer an, dass Sie schwanger sind. Dann kann der Arzt oder Apotheker Ihnen notfalls ein anderes, weniger gefährliches Medikament verschreiben. Auch wenn Sie selbst Medikamente in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen, sollten Sie sich nach etwaigen Nebenwirkungen für Schwangere erkundigen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.

Listeria-Bakterien

Um einer Infektion mit Listeria-Bakterien vorzubeugen, sollten Sie einige Punkte beachten. Listeria-Bakterien können schädlich für das ungeborene Kind sein. Diese Bakterien kommen in rohem Fleisch und Fisch vor (z. B. Filet Americain, Rostbeef, nicht durchgebratene Beefsteaks, Carpaccio, Sushi), Rohmilch und Käse aus Rohmilch, wie zum Beispiel Brie oder Camembert. Achten Sie beim Kauf auf die Verpackung, steht dort "au lait cru" (=hergestellt aus Rohmilch), dann lassen Sie das Produkt lieber stehen. Achten Sie auch verstärkt auf die tägliche Hygiene: Wärmen Sie keine Essensreste auf, die bereits seit längerer Zeit im Kühlschrank stehen, und waschen Sie Gemüse besonders gründlich.

Vitamin A

Auch mit Leberprodukten (wie Leberwurst, Paté usw.) ist Vorsicht geboten. Diese Produkte enthalten Vitamin A in hohen Konzentrationen. Zuviel Vitamin A ist schädlich für Ihr Baby.

Toxoplasmose

Beugen Sie einer Erkrankung an Toxoplasmose vor. Lassen Sie jemand anderen die Katzentoilette säubern, und tragen Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe, um die Berührung mit Katzenkot zu verhindern. Gut zu wissen: Wenn Sie schon einmal an Toxoplasmose erkrankt waren, sind Sie immun gegen diese Krankheit. Es besteht die Möglichkeit, anhand eines Bluttests festzustellen, ob Sie schon einmal Toxoplasmose hatten.

Süßigkeiten

Der am wenigsten bekannte Punkt in der Reihe der Schwangerschafts-Don'ts. Wer zuviel nascht, geht nach aktuellen Untersuchungen ein vierfach erhöhtes Risiko ein, ein Kind mit offenem Rücken zur Welt zu bringen.

Sex während der Schwangerschaft

Sexualität und Geschlechtsverkehr ist während der Schwangerschaft kein Tabu. Manche Frauen verspüren während der Schwangerschaft infolge von allerlei Beschwerden (Schmerzen in der Brust, Übelkeit, Müdigkeit usw.) weniger Lust auf Sex. Andere Frauen wiederum haben gerade ein größeres Bedürfnis nach Sexualität. Viele schwangere Frauen haben auch ein größeres Bedürfnis nach Intimität und Zärtlichkeit.

Achtung: Bei einem Bruch der Beckenbänder und Blutverlust ist es ratsam, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Sport

Sport ist gesund, und vor allem während der Schwangerschaft sollten Sie etwas für Ihre Kondition tun. Besonders empfiehlt sich schwimmen oder radfahren - beides Sportarten, die Sie bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft ausüben können. Übertreiben Sie aber nicht! Achten Sie darauf, sich nicht zu überanstrengen und hören Sie rechtzeitig auf, wenn Sie sich nicht gut fühlen. Da Sie während der Schwangerschaft an Körpergewicht zunehmen und schneller aus dem Gleichgewicht geraten können, werden Sie Sport nun nicht mehr so betreiben können, wie Sie es vor Ihrer Schwangerschaft gewohnt waren. Achten Sie vor allem gut auf Ihren Rücken, der jetzt besonders empfindlich reagiert.

Mit fortschreitender Schwangerschaft müssen Sie die Dauer, Häufigkeit und Intensität der sportlichen Leistung zurückschrauben. Denken Sie stets an eine ausreichende Aufwärmphase, und hören Sie niemals abrupt mit Ihren Übungen auf. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Puls nicht zu sehr ansteigt. Der Herzschlag sollte 140-150 Schläge pro Minute nicht übersteigen. Und das Wichtigste: Hören Sie auf Ihren Körper. Fühlt sich Ihr Bauch vor allem nach dem Sport häufig hart an, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie zu hart trainiert haben.

Seien Sie vorsichtig mit Teamsportarten, bei denen es manchmal rauh zugehen kann. Ein Sturz oder ein harter Schlag in den Bauch kann gefährlich für Ihr Baby sein. Sportarten wie Tauchen oder Fallschirmspringen dürfen von Schwangeren NICHT ausgeübt werden. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie Zweifel haben, ob die von Ihnen ausgeübte Sportart gefährlich für Ihre Schwangerschaft sein könnte.

Reisen

Die meisten Fluggesellschaften weigern sich vor allem aus eigenem Interesse, schwangere Frauen mitzunehmen. Sollten die Wehen früher einsetzen als erwartet, müssen sie eine Zwischenlandung einlegen, und das kostet Geld! Für die Schwangerschaft ist das Fliegen nicht gefährlich. Sie sollten sich allerdings während des Flugs ab und zu ein wenig die Beine vertreten. Und nehmen Sie für alle Fälle Ihre Schwangerschaftskarte mit.

Wenn Sie mit dem Auto reisen, ist es wichtig, ab und zu einen Zwischenstopp einzulegen und sich ein wenig die Beine zu vertreten. Den Gurt tragen Sie am besten wie folgt: Schultergurt über dem Bauch, Hüftgurt über dem Becken.

Röntgenaufnahmen

Lieber nicht. Geben Sie bei Ihrem Arzt bitte immer an, dass Sie schwanger sind. Die Strahlung, die Sie bei einer Röntgenaufnahme abbekommen, ist zwar gering, aber es ist dennoch möglich, dass sie bis zu den Zellen des Babys vordringt und dort Schaden anrichtet. Dieses Risiko ist gering, aber kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Eine örtliche Betäubung beim Zahnarzt ist kein Problem.

Sauna

Es gibt Hinweise darauf, dass eine hohe Körpertemperatur das Risiko auf angeborene Missbildungen für das Kind erhöht. Um jedwedes Risiko auszuschließen, sollten Sie in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten keine Sauna besuchen. Danach ist der Saunabesuch kein Problem mehr. Sie sollten jedoch die Zeit, die Sie in der Sauna verbringen, etwas einschränken und möglichst nahe am Boden der Kabine sitzen, wo die Temperatur etwas niedriger ist.

Haare färben

Haarfärbemittel enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Es wird jedoch angenommen, dass diese nur in sehr geringen Mengen vom Körper aufgenommen werden. Es sind keine Nebenwirkungen für Schwangere bekannt.

Es kann allerdings vorkommen, dass sich die Haarstruktur durch den Einfluss der Schwangerschaftshormone verändert. Bei manchen Frauen werden die Haare dicker und reagieren daher anders auf Färbemittel oder Tönungen als vorher. Besprechen Sie dies mit Ihrem Frisör.

Malerarbeiten im Haus und in der Umgebung des Hauses

In Farbe, Terpentin und anderen Lösungsmitteln sind gefährliche Stoffe enthalten, die leicht eingeatmet werden können. Malerarbeiten im Haus können vor allem bei unzureichender Lüftung gefährlich für die Gesundheit sein. Sie sollten also während Ihrer Schwangerschaft lieber darauf verzichten, da ansonsten das Nervensystem Ihres Kindes Schaden erleiden könnte. Wenn sich die Malerarbeiten nicht verschieben lassen, sollten Sie Farbe auf Wasserbasis benutzen und stets gut lüften.

Sonnen oder Sonnenstudio

Prinzipiell ist dies nicht gefährlich für Ihr Baby. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Körpertemperatur nicht zu hoch ansteigt, da dies schädliche Folgen für Ihr Baby haben könnte.

Sie selbst laufen durch die Einwirkung der Schwangerschaftshormone Gefahr auf eine sogenannte "Schwangerschaftsmaske": braune Pigmentflecken im Gesicht und auf dem Dekolleté. Nach der Schwangerschaft verschwinden diese Flecken nur langsam.

Anschnallen beim Autofahren

Ja! Der Gurt sitzt vielleicht nicht so gut über Ihrem Bauch, aber Sie sollten sich dennoch in jedem Fall anschnallen. Bei einem Autounfall ist der Schaden, den Sie und Ihr Kind erleiden, ohne Gurt wesentlich größer!

(Quellen: u.a. Verloskundige praktijk Woerden, Vibe, Verloskundigepraktijk Vleuten, Verloskundigenpraktijk Dora, Zwangernu (nl))