Schwangerschaft, Baby, KleinKind

Babyausstattung

Was Sie Benötigen Für das neue Baby

Jetzt, wo Sie schwanger sind, müssen Sie auf einmal eine ganze Menge neue Dinge anschaffen, die Sie bald für die Entbindung und für das neue Baby benötigen werden. Von vielen dieser Dinge haben Sie vielleicht bislang noch nie etwas gehört oder noch nie darüber nachgedacht, dass Sie sie jemals benötigen werden. Es folgt eine Übersicht.

Babyausstattung

Was Sie benötigen für…

Allgemeine Tipps

Schieben Sie die Anschaffung der nötigen Babymöbel nicht auf die lange Bank. Viele Babymöbel und Kinderwägen haben eine ziemlich lange Lieferzeit.

Vielleicht können Sie Dinge aus dem Familien- oder Bekanntenkreis übernehmen oder second hand über Internet erwerben. Es gibt auch die Möglichkeit, Babyausstattung auszuleihen. Das ist sehr praktisch, wenn Sie einen bestimmten Gegenstand erst ausprobieren wollen, bevor Sie sich zu einer Anschaffung entschließen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die Sie vielleicht nur kurzfristig benötigen werden. Auch in diesem Falle ist mieten oder ausleihen eine gute Lösung.

Schließlich sollten Sie sich frühzeitig um einen schönen Aufbewahrungsplatz für alle Babyfotos kümmern, die Sie in Kürze schießen werden. Kaufen Sie ein hübsches Fotoalbum oder ein spezielles Babyalbum, in dem Sie auch noch eigene Notizen eintragen können, wie z.B. Größe und Gewicht des Babys, der erste Zahn usw. Wenn Sie nicht von Anfang an alle wichtigen Daten aufschreiben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie nie mehr damit beginnen werden.




Was Sie für die Entbindung Benötigen

Das Entbindungspaket der Krankenversicherung enthält meist alles, was Sie für die Entbindung und die erste Woche im Wochenbett benötigen. Warten Sie, bis Sie das Paket erhalten haben, bevor Sie selbst Dinge anschaffen.

  • Nabelklemme
  • 5 bis 10 Zellstofftücher
  • 2 Matratzen fürs Wochenbett
  • Matratzenschoner
  • Fläschchen mit Alkohol
  • Verbandwatte
  • sterile Gazekompressen
  • desinfizierende Seife
  • Verbandmaterial

Für die Hausentbindung benötigen Sie ferner (ausleihbar bei der Familienpflegeorganisation)

  • Bettpfanne
  • Holz-Unterlegewürfel um das Bett zu erhöhen

Babyversorgung

  • Windeln (Einwegwindeln oder Baumwollwindeln)
  • feuchte Hygienetücher
  • eine Dose Fettcreme (z. B. Sudocreme) für den Wundschutz
  • hydrophile Windeln, die als Handtücher zum Abtrocknen des Babys eingesetzt werden können. Normale Handtücher sind zu grob für die feine Babyhaut.
  • hydrophile Waschlappen
  • Flanellwindeln (als Unterlage für den Kopf des Babys in der Wiege oder im Kinderbett)
  • 2 Wärmflaschen mit Bezug
  • Spucktücher !!
  • kleine Nagelschere mit abgerundeten Spitzen
  • milde Babyseife und/oder Babyshampoo
  • Baby-Badewanne
  • Baby-Badecape
  • Thermometer zur Bestimmung der Badewassertemperatur
  • Fieberthermometer. Es sind sehr praktische Thermometer im Handel erhältlich, die einfach auf die Stirn gelegt werden und eine genaue Temperaturmessung innerhalb weniger Sekunden ermöglichen.
  • Schnuller
  • wenn Sie stillen: 2 Still-BHs und Saugkompressen
  • wenn Sie Ihr Kind mit der Flasche ernähren: Saugflasche, Messbecher mit Deckel, eventuell Flaschenwärmer (oder Mikrowelle), Milchpuder zum Anrühren von Säuglingsmilch

Praktisch für unterwegs ist eine Wickeltasche. Es gibt sehr schöne Modelle im Handel zu kaufen, aber auch eine gewöhnliche Tasche aus Ihrem Haushalt erfüllt Ihren Zweck, wenn Sie diese mit ein paar Windeln, Babyflaschen, Löffeln, Lätzchen, feuchten Hygienetüchern und allem weiteren füllen, was Sie benötigen, wenn Sie ein paar Stunden lang mit Ihrem Kind unterwegs sind. Besonders praktisch sind Taschen mit langen Henkeln, da diese sich leicht am Kinderwagen befestigen lassen.

Babykleidung

Kaufen Sie Babykleidung in den Maßen 50-56 und 62. Für die meisten Säuglinge sind die Kleidergrößen 50-56 für die ersten zwei Monate ausreichend.

  • 6 Bodys
  • Babysöckchen
  • Babyjacke und -mütze (auch für den Sommer!)
  • ein paar Babypullis und -hosen oder ein schöner Strampelanzug. Bevorzugen Sie Babykleidung aus Baumwollqualität, um Hautirritationen vorzubeugen.

Babyzimmer und babymöbel

babyzimmer

Wiege

Eine Kinderwiege ist natürlich sehr praktisch für die ersten Monate, vor allem, wenn Sie sich dazu entschließen, das Kind bei Ihnen im Schlafzimmer in einem eigenen Bettchen unterzubringen. Andererseits wird das Baby schnell zu groß für die Wiege sein und können Sie es auch von Anfang an in einem Kinderbett unterbringen.

Zur Wiege benötigen Sie natürlich auch eine passende Matratze (das Standardmaß für Wiegenmatratzen beträgt 40 mal 80 Zentimeter), ein Unterlaken, Überlaken und Zudecken.

Kinderbett

Ein Kinderbett mit einer stabilen Matratze, Laken und Zudecken und/oder ein Baby-Schlupfsack. Ein Federbett oder -kissen ist für Kinder unter 2 Jahren nicht ratsam (Erstickungsgefahr!). Für die ersten 2 bis 4 Lebensjahre reicht ein verstellbares Kinderbett oder Gitterbett aus. (Das Standard-Matratzenmaß für ein Kinderbett beträgt 90 mal 120 Zentimeter). Achten Sie beim Kauf auf das „GS-Siegel“ (geprüfte Sicherheit) der LGA. Kinderbetten und Matratzen müssen strenge Sicherheitsrichtlinien erfüllen. So darf beispielsweise der Abstand zwischen den einzelnen Gitterstäben an einem Kinderbett minimal 4,5 und maximal 6,5 Zentimeter betragen. Wenn Sie selbst ein Bett bauen oder streichen wollen, verwenden Sie bitte nur „kinderfreundliche“ Farbe auf Wasserbasis.

Auch für ein Kinderbett benötigen Sie Unterlaken, Überlaken und Zudecken. Die Laken und Decken sollten aus atmungsaktiven Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle bestehen. Ein Federbett oder -kissen dürfen Sie in den ersten Jahren noch nicht verwenden. Es wird empfohlen damit zu warten, bis das Kind mindestens 2 Jahre alt ist (Erstickungsgefahr!).

Ein liebevoll gemachtes Bett mit Decken und Laken sieht zwar sehr hübsch aus, prinzipiell ist es jedoch ratsamer, einen Baby-Schlupfsack zu verwenden. In diesem hat Ihr Baby es schön warm und kann sich nicht freistrampeln. Bei einem Baby-Schlupfsack aus dicker Qualität ist eine zusätzliche Überdecke nicht vonnöten. Wenn Sie einen dünnen Baby-Schlupfsack verwenden, können Sie noch ein zusätzliches Überlaken oder eine Überdecke benutzen. Achten Sie auf die Temperatur im Kinderzimmer. Ihr Kind darf nicht frieren, sollte aber nachts auch nicht zu dick eingepackt werden.

Kommode

Sie benötigen einen Platz zum Wickeln und Ankleiden des Babys. Eine Kommode oder (alternativ) ein gewöhnlicher Kasten, der etwas breiter und höher als normal ausfällt, ist hierfür ideal. Für die Kommode benötigen Sie eine Auflage mit hohen Seitenteilen. Auf dieser liegt das Baby beim Wickeln nicht nur besser, sondern kann auch weniger leicht von der Kommode herunterfallen.

Haben Sie keinen Platz für eine Kommode oder einen Kasten im Babyzimmer? Im Handel gibt es auch spezielle Klappwickeltische zur Befestigung an der Wand, die nach Belieben ein- und ausgeklappt werden können. Wenn Sie gerade keinen Wickeltisch benötigen, können Sie die Platte an die Wand klappen, sodass sie nicht mehr im Weg steht. Sie sollten dabei natürlich auf die nötige Sicherheit achten. Die Platte muss gut an der Wand befestigt sein; sie muss das Gewicht des Babys tragen können, und es muss gewährleistet sein, dass das Baby nicht leicht vom Wickeltisch herunterfallen kann.

Achten Sie beim Kauf einer Wickelkommode auf die Benutzerfreundlichkeit. Wie bei einer Anrichte sollten Sie auch bei einer Wickelkommode zum Beispiel auf eine gute Arbeitshöhe achten, um Rückenbeschwerden zu verhindern. Ein guter Tipp ist auch, das Kind nicht der Breite sondern der Länge nach auf die Wickelkommode zu legen, also mit dem Po zu Ihnen gerichtet. Dadurch können Sie beim Wickeln einfach gerade stehen bleiben und müssen Ihren Rücken nicht beugen. Es empfiehlt sich eine Wickelkommode, die unten nicht geschlossen ist und genügend Fußfreiheit gewährt, sodass Sie Ihre Füße beim Wickeln bequem unter die Kommode stellen können.

Legen Sie alles, was Sie zum Wickeln Ihres Kindes benötigen (feuchte Hygienetücher, Wattestäbchen, Windeln, Babycreme, hydrophile Windeln zum Abtrocknen, saubere Kleidung etc.) in Reichweite, zum Beispiel in die Schubladen der Wickelkommode, auf die Kommode selbst oder auf eine Wandablage über der Kommode.

Achten Sie darauf, dass beim Wickeln keine Gegenstände von einer Wandablage auf Ihr Baby fallen können! Und halten Sie gefährliche Gegenstände, wie zum Beispiel Nagelscheren außerhalb der Reichweite des Kindes. Kleine Kinder greifen gerne um sich. Wenn Ihr Kind bereits etwas größer geworden ist und beim Wickeln nicht gerne still liegt, sollten Sie es zum Beispiel mit einer Spieldose ablenken, oder ihm etwas anderes in die Hände geben, womit es beschäftigt ist – irgendein weiches Spielzeug, zum Beispiel eine Schachtel mit Tissues. Es kommt nicht so sehr darauf an, was das Kind in den Händen hat, solange es damit für kurze Zeit beschäftigt ist und aufhört, sich gegen das Wickeln zu wehren!

Laufstall

In den ersten Wochen ist ein Laufstall noch nicht wirklich vonnöten. Sie können Ihr Kind zwar tagsüber darin schlafen lassen, in einem Kinderbett ist es jedoch genauso gut untergebracht. Später, wenn das Baby häufiger wach ist, wird der Laufstall allerdings zu einem unentbehrlichen Möbelstück für Ihren Haushalt. Ihr Kind ist in einem Laufstall sicher aufgehoben und kann zugleich doch alles mitverfolgen. Es kann auf diese Weise um sich schauen, hin- und herrollen, spielen, nach Gegenständen greifen. Wenn Ihr Kind etwas älter und mobiler geworden ist, ist der Laufstall ein idealer und sicherer Spielort. Für Ihr Kind und den Rest der Familie ist es wichtig, mal ab und zu eine kleine „Ruhepause“ einzulegen. In der Zeit, in der Ihr Kind im Laufstall ist, haben Sie beide Hände frei und können zum Beispiel in aller Ruhe eine Tasse Kaffee trinken, die Wäsche aufhängen, ein Telefongespräch entgegennehmen usw… Auch für Ihr Kind ist es angenehm, sich eine Zeitlang im Laufstall mit sich selbst zu beschäftigen, wo es nur ein paar Spielobjekte hat und nicht allzuviel andere Ablenkung.

Besonders empfiehlt sich ein verstellbarer Laufstall (mit Gitterstäben). In der ersten Zeit sollte der Laufstall auf ein Podest gestellt werden, sodass Ihr Baby vor Zugkälte von unten geschützt ist und Sie sich selbst nicht so tief hinunterbücken müssen. Kaufen Sie auch eine kuschlig weiche (und waschbare!) Laufstall-Decke dazu. Hat Ihr Kind das Alter erreicht, in dem es sitzen und stehen kann, muss der Laufstall zur Gewährleistung der nötigen Sicherheit wieder auf einen festen Untergrund gestellt werden.

Windeleimer

Ein Windeleimer ist eine Art Mülleimer, der neben der Wickelkommode steht und in dem die gebrauchten Windeln entsorgt werden. Ein Nappy Wrapper ist ein luftdicht verschließbarer Windeleimer. So verhindern Sie die Entstehung schlechter Gerüche!

Wippstuhl

Der Wippstuhl ist innen weich ausgepolstert und verfügt meist über eine verstellbare Lehne, sodass das Kind in ihm sowohl liegen als auch aufrecht sitzen kann. In einem Wippstuhl können Babys ab einem Alter von ein paar Wochen untergebracht werden – so lange, bis sie selbständig sitzen können oder zu mobil werden und Gefahr besteht, dass sie aus dem Wippstuhl klettern.

Kleine Babys werden meistens in liegender Position im Wippstuhl untergebracht, größere Babys finden es herrlich, mit dem Kopf erhöht im Wippstuhl zu liegen, sodass sie ihre Umgebung genau beobachten können und nichts von dem verpassen, was um sie herum passiert. Ein Wippstuhl aus etwas glatterem Material kann leichter sauber gehalten werden, eine weiche Auspolsterung ist aber häufig wärmer und angenehmer für das Kind. Die meisten Wippstühle verfügen über ein herausnehmbares Polster, das in der Maschine gewaschen werden kann.

Stellen Sie den Wippstuhl niemals auf einen Tisch, von dem er hinunterrutschen könnte, wenn das Baby sich in ihm bewegt. Gurten Sie das Kind im Wippstuhl an und lassen Sie es niemals unbeaufsichtigt. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zuviel Zeit im Wippstuhl verbringt, das ist schlecht für seine motorische Entwicklung.

Kinderstuhl oder Stuhlhöher

Wenn Ihr Kind bereits gut sitzen kann, sollten Sie es beim gemeinsamen Essen auf einen Kinderstuhl oder einen mit Stuhlerhöher ausgestatten Stuhl setzen. Auf dem Markt sind spezielle Kinderstühle mit Esstablett erhältlich, die leicht an einen großen Esstisch geschoben werden können. Achten Sie aber stets darauf, dass Ihr Kind nicht mit gefährlichen Messern oder heißen Töpfen in Berührung kommen kann. Es gibt auch Kubusstühle zu kaufen: Diese bestehen aus einem Tisch und Stuhl in kindgerechter Höhe, die sich zu einem Hochstuhl zusammenbauen lassen. Zusammengebaut kann der Kubusstuhl beim Essen mit an den Esstisch geschoben werden.

Ein Sitzverkleinerer aus Stoff oder weichem Plastik ist besonders für kleinere Babys und/oder Babys, die noch nicht gut sitzen können, gut geeignet. Hierdurch wird das Kind beim Sitzen gestützt und kann weniger leicht abrutschen. Achten Sie darauf, dass sowohl der Kinderstuhl als auch der Sitzverkleinerer gut zu reinigen sind. Sie müssen damit rechnen, dass der Stuhl beim Essen einige Flecken abbekommt!

Gürten Sie das Kind stets gut im Stuhl fest, und lassen Sie es niemals unbeaufsichtigt.

Babyfoon

Diese sind in verschiedenen Modellen und Maßen erhältlich. Achten Sie beim Kauf auf eine störungsfreie Qualität und darauf, dass der Sender gewechselt werden kann. Vor allem wenn Sie in einer Gegend mit vielen jungen Familien wohnen, ist es ärgerlich, wenn Sie zum Beispiel auf Ihrem Babyfon alles abhören können, was Ihre Nachbarin und Ihr Kind sagen (und umgekehrt!). Sie können auch ein „Walkie-Talkie“ als Babyfon benutzen. Diese Apparate haben häufig eine größere Reichweite als ein gewöhnliches Babyfon.

Sehr empfehlenswert ist auch ein Babyfon mit Bildfunktion. Sie können dann nicht nur die Geräusche hören, die Ihr Baby gerade von sich gibt oder nicht von sich gibt, sondern auch über den Bildschirm feststellen, ob Ihr Kind schon wach ist oder noch brav unter der Bettdecke liegt.

Transport

Kinderwagen

Am praktischsten ist ein Kinderwagen, in dem das Baby liegen kann, solang es noch klein ist, der sich aber auch zu einem Spazierwagen umrüsten lässt, in dem Ihr Kind sitzen kann (am Besten in verschiedenen Positionen), sobald es etwas älter geworden ist. Probieren Sie die verschiedenen Modelle im Geschäft aus, und achten Sie darauf, welche Wägen sich gut schieben und auch gut in der Kurve lenken lassen. Auch sollte der Wagen nicht zu schwer zum Schieben sein.

Zu einem Kinderwagen – egal, es nun um einen Wagen für ein kleines Baby oder um einen Buggy für Kinder ab einem Jahr geht – gehören auch einige Accessoires. Ein Sonnenschirm, ein weicher und warmer Fußsack, in dem Ihr Kind im Winter gut eingepackt ist (und der den Kinderwagen vor Verschmutzung bewahrt!) oder ein dünnes, kühles Laken, mit dem Sie Ihr Kind im Sommer bei Spazierfahrten zudecken können. Praktisch ist auch eine Windeltasche, die am Kinderwagen befestigt werden kann und in der Sie alle wichtigen Utensilien für unterwegs aufbewahren können (Windeln, Tücher, Babyflaschen, Nuckel, saubere Kleidung zum Wechseln).

Bauch- bzw. rückentrage oder Baby-Tragetuch

Kleine Babys sind am liebsten so nahe wie möglich bei der Mutter und lieben Körperkontakt. Mit einem Baby-Tragetuch haben Sie Ihr Kind dicht bei sich und doch beide Hände frei. Das ist nicht nur ideal für unterwegs, sondern auch für zu Hause. Achten Sie aber stets darauf, dass es Ihrem Baby nicht zu warm wird, wenn Sie es zum Beispiel draußen in einem Tragetuch unter Ihrer Jacke tragen. Im Handel gibt es eine große Auswahl an Trage- und Wickeltüchern für Babys.

In einem Tragetuch wird der Rücken des Babys nicht belastet: Das Baby muss sein Gewicht nicht selbst tragen, der Babyrücken wird optimal gestützt. Auch für die Mutter ist das Tragetuch ohne Zweifel die beste Lösung. Die breiten Baumwollträger verteilen das Gewicht gleichmäßig auf Schultern und Oberkörper. Nacken und Rücken werden dabei nicht oder kaum belastet. Es gibt keine Schnallen oder Knöpfe, nichts drückt oder spannt.

Auch für ältere Kinder sind Rückentragen ein gutes Transportmittel, zum Beispiel wenn Sie während einer Urlaubsreise längere Spaziergänge unternehmen. Benutzen Sie die Rückentrage NIEMALS auf dem Fahrrad oder im Auto, dies ist zu unsicher!

Autokindersitz

Sie können Ihr Baby vom ersten Tag an im Auto mitnehmen, wenn Sie es in einen Autokindersitz (Gruppe 0 oder 0+) setzen. Der Sitz muss entgegen der Fahrtrichtung platziert werden. Sollte Ihr Kind auf einem Sitzplatz sitzen, der mit einem Frontairbag a usgestattet ist, muss der Airbag unbedingt abgeschaltet werden. Es ist allerdings besser, den Autokindersitz auf einem Sitzplatz ohne Frontairbag zu befestigen.

Wählen Sie einen Kindersitz, der dem Gewicht und Lebensalter des Kindes entspricht. Wenn Ihr Kind zu schwer wird oder mit dem Kopf über den Sitz hinausragt, sollten Sie einen größeren Sitz anschaffen. Für Kinder von 9 bis 18 Kilo empfiehlt sich ein Autokindersitz der Gruppe 1. Dieser Sitz kann in Fahrtrichtung aufgestellt werden. Kann Ihr Kind noch nicht gut sitzen oder möchte es schlafen, dann bringen Sie den Kindersitz in die Liegeposition.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Autokindersitz mit dem Gütezeichen ECE 44/03 oder ECE 44/04 versehen ist. Kaufen Sie niemals einen Autokindersitz aus zweiter Hand, wenn Sie nicht mit Sicherheit ausschließen können, dass dieser bei einem Unfall beschädigt wurde. Ein Kindersitz, der aus einem Auffahrunfall-Wagen stammt, kann (unsichtbare) Beschädigungen aufweisen, die die Sicherheit beeinträchtigen.

Fahrradsitz

Warten Sie mit dem Transportieren Ihres Babys auf dem Fahrrad so lange, bis dieses gut sitzen kann. (Dies ist meistens ab einem Alter von 10 Monaten der Fall.) Babys unter 3 Monaten sollten nicht auf dem Fahrrad transportiert werden, da der empfindliche Rücken des Babys hierbei zu schnell geschädigt werden kann. Für Kinder von 9 bis 15 kg (d. h. von ungefähr 9 Monaten bis 3 Jahren) gibt es einen Fahrradsitz, der am Lenker befestigt wird. Für Kinder bis zu einem Gewicht von 22 kg (d. h. bis zu einem Lebensalter von ungefähr 6 Jahren) gibt es einen Fahrradsitz, der hinten am Gepäckträger und am Rahmen des Fahrrads befestigt wird. Schnallen Sie Ihr Kind stets gut mit den Anschnall- und Fußgurten am Fahrradsitz fest.

Kleine Kinder schlafen während der Fahrt auf dem Fahrradsitz häufig ein. Meiden Sie daher zu lange Routen. Auf dem Markt gibt es auch ein spezielles Kissen zu kaufen, mit dem Kopf und Nacken des Kindes gestützt werden, sodass es sicherer und bequemer liegt, falls es während der Fahrt doch einmal einschlafen sollte.

Das Radfahren mit einem oder zwei Kindern auf dem Fahrradsitz ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Das Rad bußt hierdurch an Stabilität ein, der Bremsweg verlängert sich, das Fahrrad lässt sich schwieriger lenken… Nehmen Sie sich genügend Zeit, um sich hieran zu gewöhnen. Fahren Sie anfangs nur ein kleines Stück auf einer verkehrsarmen Straße. Erwägen Sie die Anschaffung eines speziellen, extra stabilen „Mutterfahrrads“ mit einem extratiefen Einstieg. So können Sie auch mit einem Kindersitz zwischen Sattel und Lenker noch gut auf- und absteigen. Diese speziell zum Transport von Kindern entwickelten Fahrräder bieten zudem eine höhere Sicherheit, da sie so gebaut sind, dass keine Kinderfinger im Sattel eingequetscht werden oder Kinderfüße in die Speichen geraten können.

Ein Anhänger, der hinten am Fahrrad befestigt werden kann, oder ein Cargobike (mit einer stabilen Sitzbank vorne) ist eine gute Alternative für den Fahrradsitz. Das Kind (bzw. die Kinder) sitzen hier bequemer als in einem Fahrradsitz. Allerdings wird das Fahren durch die Länge des Rads erschwert. Ein Anhänger hat den Vorteil, dass Sie diesen einfach abkuppeln können, wenn Sie ihn nicht mehr benötigen. Der Vorteil des Cargobikes besteht darin, dass die Kinder vor Ihnen sitzen und Sie sie während der Fahrt stets gut im Auge haben.