Schwangerschaft, Baby, KleinKind

Schwangerschafstbeschwerden

Übelkeit | Magensäure | Schwangerschaftsstreifen und Juckreiz | harter Bauch | Pigmentflecken | Bänderschmerzen,Schwangerschaftsischias | Harndrang | Beckenschmerzen | Vaginale Absonderungen | Zahnfleischbluten | SchwangerschaftsinkontinenzSchwindelgefühl / Hohlader Syndrom | Verstopfung | Müdigkeit | Hämorrhoiden | Blutarmut | Flüssigkeitsansammlungen




Übelkeit

Während der ersten Schwangerschaftsmonate leiden viele Frauen unter mehr oder weniger starker morgendlicher Übelkeit oder auch unter Übelkeit und oder Erbrechen über den Tag verteilt. Diese Beschwerden werden durch das Hormon HCG ausgelöst. Es kann auch sein, dass Sie bestimmte Gerüche plötzlich nicht mehr vertragen, zum Beispiel den Geruch von gebratenem Fleisch oder von Kaffee. Häufig verschwinden diese Beschwerden nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, mitunter können Sie aber auch während der gesamten Schwangerschaft auftreten.

Es kann sein, dass Sie infolge von Übelkeit und Erbrechen etwas abnehmen. In den meisten Fällen ist dies kein Grund zur Besorgnis. Wenn Sie Zweifel haben oder überhaupt kein Essen mehr bei sich behalten können und viel Gewicht verlieren, sollten Sie jedoch Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Übelkeit kann auch in einem fortgeschrittenem Stadium der Schwangerschaft auftreten. Meist wird sie dann dadurch verursacht, dass das Baby gegen Ihren Magen oder Darm drückt. Hierdurch wird die Darmfunktion beeinträchtigt. Die aufgenommene Nahrung bleibt länger im Darm und sammelt sich dort an.

Tipps:

  • Nehmen Sie die erste Mahlzeit unmittelbar nach dem Wachwerden zu sich, also noch bevor Sie aufstehen! Sie können sich hierzu das Frühstück (zum Beispiel in Form einer Tasse Kaffe und einem Zwieback) von Ihrem Partner ans Bett bringen lassen. Oder legen Sie sich schon vor dem Schlafengehen etwas zu Essen für den nächsten Morgen ans Bett, z. B. einen Cracker, eine Reiswaffel oder ein Rosinenbrötchen.
  • Achten Sie darauf, regelmäßig zu essen.
  • Achten Sie darauf, genügend zu trinken, vor allem dann, wenn Sie neben Übelkeit auch unter Erbrechen leiden.
  • Meiden Sie fetthaltige oder scharf gewürzte Lebensmittel.
  • Frische Luft kann mitunter Wunder bewirken.
  • Nehmen Sie über den Tag verteilt 7 bis 8 kleinere Mahlzeiten zu sich.
  • Wenn Sie gar kein Essen bei sich behalten können, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.

Auf dem Markt werden unterschiedliche Naturprodukte gegen Übelkeit angeboten. Es ist auf jeden Fall davon abzuraten, selbst mit derartigen Mitteln herumzudoktorn. Sie sollten sich lieber ärztlich beraten lassen. Vor allem von der Einnahme von Kürbiskalk wird abgeraten. Dieses Produkt enthält große Mengen an Blei. Blei kann Frühgeburten und Untergewichtigkeit bei Neugeborenen verursachen.

Magensäure

Vor allem am Ende der Schwangerschaft wird der Magen durch die größer werdende Gebärmutter eingeengt. Als Folge können durch Magensäure verursachte Probleme auftreten, wie Sodbrennen und saures Aufstoßen.

Tipps:

  • Meiden Sie Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke und Kaugummi; die zusätzliche Luft verursacht eine Aufblähung des Magens.
  • Seien Sie vorsichtig mit scharfen Gewürzen, Kaffee und Orangensaft, da diese Produkte den Magen angreifen.
  • Achten Sie auf eine möglichst fettarme Ernährung. Fett ist nämlich schwer verdaulich.
  • Gönnen Sie sich eine Ruhepause vor und nach den Mahlzeiten.
  • Achten Sie beim Essen auf eine aufrechte Sitzhaltung, um den Magen nicht einzuengen.
  • Beugen Sie sich nie mit gebogenem Rücken nach unten, sondern gehen Sie beim Bücken stets in die Knie.
  • Erhöhen Sie eventuell das Kopfende Ihres Bettes oder legen Sie ein Kissen unter die Matratze.
  • Essen Sie langsam und achten Sie darauf, gut zu kauen.
  • Versuchen Sie, die Einnahme Ihrer Mahlzeiten so gut wie möglich über den Tag zu verteilen. Es ist besser, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen als eine große Mahlzeit.
  • Vanillepudding scheint hilfreich für die Verdauung zu sein.

Wenn all dies nicht hilft, helfen medizinische Mittel (zum Beispiel Rennie) in den meisten Fällen weiter. Sie sollten jedoch zunächst ärztlichen Rat einholen, bevor Sie zu diesen Mitteln greifen.

Harter Bauch

Ein ‚harter Bauch‘ entsteht, wenn die Gebärmutter sich zusammenzieht. Die Gebärmutter ist eine tiefliegende Muskel. Wenn sie sich zusammenzieht, fühlt sich dies genauso an wie die (Über)belastung anderer Muskeln. Nach einem anstrengenden Tag kann sich Ihr Bauch hart anfühlen. Dies ist ein Gefühl, dass bei allen schwangeren Frauen ab und zu auftritt. Es ist normal und ungefährlich.

Tipps:

  • Gönnen Sie sich genügend Ruhe.
  • Nehmen Sie zur Entspannung ein warmes Bad oder benutzen Sie eine Wärmflasche.
  • Treten bei Ihnen häufig Probleme mit einer verhärteten Gebärmuttermuskulatur auf oder treten diese in Kombination mit anderen Beschwerden auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Bänderschmerzen

Die Gebärmutter ist durch Bänder mit dem Becken verbunden. Dadurch, dass die Gebärmutter während der Schwangerschaft wächst, dehnen sich diese Bänder. Dies verursacht ein stechendes Gefühl, das sich von der Seite des Bauches bis in die Leistengegend erstreckt. Manche Frauen erschrecken, wenn sie dieses Gefühl bei sich feststellen. Es handelt sich aber um eine völlig normale Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Die Schmerzen verschwinden von selbst, sobald die Gebärmutter sich an die neue Situation gewöhnt hat. Sie können gegen diese Beschwerden nicht viel unternehmen. Vermeiden Sie in jedem Falle ruckartige Bewegungen und versuchen Sie sich zu entspannen, wenn die Beschwerden auftreten.

Harndrang

Hiermit können Sie am Anfang und gegen Ende der Schwangerschaft Probleme bekommen. Am Anfang der Schwangerschaft können die Hormone Harndrang verursachen, gegen Ende der Schwangerschaft drückt die vergrößerte Gebärmutter auf die Blase. Auch hiergegen können Sie nicht viel tun. Sie sollten allerdings vorsichtig sein, wenn Sie Schmerzen im Unterbauch und ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen verspüren. Dies können Hinweise auf eine Blasenentzündung sein. Sie sollten dann bei Ihrem Hausarzt zur Kontrolle vorstellig werden.

Vaginale Absonderungen

Während der Schwangerschaft kommt es häufig zu verstärkten Absonderungen aus der Vagina. Das ist völlig normal und bedenkenlos. Es wird mehr Schleim produziert und die Scheidenwand wird besser durchblutet. Unter Einfluss der Hormone ändert sich der Säuregrad. Hierdurch werden Sie anfälliger für Infektionen. Das einzige, was Sie hierbei beachten sollten, ist, den Intimbereich wie üblich gut zu waschen (allerdings nicht mit Seife!). Des weiteren sind Unterhosen aus Baumwolle zu empfehlen. Sollten Sie Probleme mit Juckreiz haben oder ein Brennen beim Wasserlassen und /oder einen schlechten Geruch aus der Vagina feststellen, besuchen Sie Ihren Hausarzt. Diese Symptome könnten auf eine Infektion hinweisen.

 

Schwangerschaftsinkontinenz

Gegen Ende der Schwangerschaft oder kurz nach der Entbindung haben viele Frauen Probleme damit, Ihre Beckenbodenmuskulatur unter Kontrolle zu halten (Schwangerschaftsinkontinenz). Es kann passieren, dass Sie über den Tag verteilt tröpfchenweise Urin verlieren oder bei einem spontanen herzlichen Lachen oder Niesen mit einem Mal eine größere Menge Urin ausscheiden (Stressinkontinenz). Während der Schwangerschaft können Sie hiergegen nicht viel unternehmen. Benutzen Sie Slipeinlagen oder Binden und versuchen Sie, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Die Beschwerden verschwinden normalerweise nach der Entbindung von selbst. Allerdings ist es wichtig, dass Sie auch nach der Entbindung Ihre Beckenbodenmuskulatur weiterhin trainieren.

Verstopfung

Eine andere Auswirkung der Schwangerschaftshormone (diesmal Progesteron) ist körperliche Trägheit. Dies kann zu Problemen beim Stuhlgang führen.

Tipps:

  • Essen Sie bevorzugt faserhaltige Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte (Brot, Pasta), viel Obst und Gemüse, Pflaumen, Datteln, Feigen, Hülsenfrüchte usw.
  • Viel trinken
  • Viel Bewegung
  • Abführmittel sollten Sie nur nach ärztlicher Anordnung einnehmen.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Krampfadern im Bereich des Anus. Sie können diese als kleine Ausstülpungen fühlen oder Juckreiz und Schmerzen empfinden. Hämorrhoiden können auch einen blutigen Stuhlgang bewirken. Verursacht werden Hämorrhoiden durch das Erschlaffen der Blutgefäßwände unter Einfluss von Progesteron und durch zu starkes Pressen während des Stuhlgangs bei Verstopfungen.

Tipps:

  • Beugen Sie Verstopfungsproblemen vor (s. o., Menüpunkt „Verstopfung“) und vermeiden Sie zu hartes Pressen beim Stuhlgang.
  • Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke sind spezielle Salben gegen Hämorrhoiden erhältlich.

Krampfadern

Krampfadern sind die Folge erschlaffender Blutgefäßwände oder können durch den Einfluss von Schwangerschaftshormonen entstehen (vgl. o., Menüpunkt „Hämorrhoiden“).

Tipps:

  • Bewegen Sie Ihre Beine so viel wie möglich. Achten Sie darauf, regelmäßig zu laufen. Machen Sie beim Sitzen kreisende Bewegungen mit Ihren Füßen.
  • Schlagen Sie Beine beim Sitzen nicht übereinander, dies beeinträchtigt die Durchblutung.
  • Legen Sie Ihre Beine so häufig wie möglich hoch.

Schwangerschaftsstreifen und Juckreiz

Schwangerschaftsstreifen, auch Striae genannt, sind erblich und man kann wenig dagegen tun. Die roten Streifen auf der Haut entstehen dadurch, dass sich das unter der Haut befindliche Bindegewebe während der Schwangerschaft unzureichend mitdehnt hierdurch reißt. Striae können im Bereich von Po, Brüste, Bauch und Beinen vorkommen … überall dort, wo die Haut gedehnt wird. Wodurch der Juckreiz verursacht wird, ist nicht immer eindeutig feststellbar. Er kann eine Folgeerscheinung der Schwangerschaftsstreifen sein, aber auch durch (unbedenkliche) Störungen der Leber oder Galle entstehen.

Tipps:

  • Massieren Sie die Haut sanft mit einem mentholhaltigen Puder oder einer Lotion.
  • Tragen Sie Kleidung aus Baumwolle.

Flüssigkeitsansammlungen

Dicke Hände oder Füße sind Anzeichen dafür, dass Ihr Körper zuviel Flüssigkeit ansammelt. Während der Schwangerschaft treten Flüssigkeitsansammlungen häufiger auf als sonst. Dies hat nichts mit Essen oder Trinken zu tun. Weniger zu trinken, ist daher auf keinen Fall hilfreich. Im Gegenteil, Sie sollten bei Problemen mit Flüssigkeitsansammlungen gerade besonders viel trinken, da dies dem Körper hilft, die angesammelten Flüssigkeiten an Händen und Füßen wieder abzubauen.

Pigmentflecken

Wenn Sie sich starker Sonneneinstrahlung aussetzen, kann dies – wiederum infolge des veränderten Hormonhaushalts während der Schwangerschaft – zur Entstehung dunkler Flecken im Gesicht oder am Hals führen. Diese Pigmentflecken verschwinden auch nach der Schwangerschaft oftmals nur mühsam. Versuchen Sie daher, der Entstehung von Pigmentflecken so gut wie möglich vorzubeugen. Sie sind nicht gefährlich, aber sehen nicht besonders schön aus. Zu hohe Sonneneinstrahlung kann auch zur Entstehung eines Schwangerschaftsstreifens auf dem Bauch führen, der sich vom Nabel abwärts bis zum Schamansatz erstreckt. Meiden Sie die Sonne so gut wie möglich oder benutzen Sie eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor um Pigmentflecken vorzubeugen.

Schwangerschaftsischias

Haben Sie Schmerzen, die vom Po bis in Beine ausstrahlen? Dabei kann es sich um Schwangerschaftsischias handeln. Durch das größere Gewicht Ihres Bauchs wird die Rücken- und Pomuskulatur zusätzlich belastet. Dabei kann es passieren, dass ein Nerv durch die Muskulatur eingeklemmt wird, der diese Schmerzen verursacht. Versuchen Sie, Ihren Rücken so wenig wie möglich zu belasten und Ihre Muskeln zu entspannen. (Vermeiden Sie zum Beispiel nach Möglichkeit das Heben schwerer Gegenstände und schlafen Sie in der Seitenlage.) Achten Sie auf eine gute Balance zwischen Ruhe- und Bewegungsphasen.

Beckenschmerzen

Während der Schwangerschaft kommt es zu einer langsamen Erschlaffung der Beckenbänder, wodurch das Becken beweglicher wird. Dies ist nötig für die Entbindung, aber kann während der Schwangerschaft zu Beschwerden und Überanstrengungserscheinungen im Beckenbereich führen. Diese Art von Beschwerden sind typische Schwangerschaftsbegleiterscheinungen. Viele Frauen fürchten sich davor, dass sich die Schmerzen während der Entbindung verschlimmern, aber diese Angst ist unbegründet.

Die Beschwerden variieren von Schmerzen im (unteren) Rücken – in Höhe der Grübchen – bis zu einem tauben Gefühl oder Schmerz im Schambein oder Schmerzen in der Steißgegend. Der Schmerz kann bis in den Bereich von Oberschenkeln, Leisten, Scheide, Po oder Unterschenkel ausstrahlen. Kennzeichnend ist auch der „Startschmerz“: So sind die Schmerzen am größten, wenn Sie sich aus einer liegenden Position heraus aufrichten. Sobald Sie einmal in Bewegung sind, lassen die Schmerzen nach. Andere Bezeichnungen für Beckenschmerzen sind Beckeninstabilität oder Symphysiolyse.

Tipps:

  • Achten Sie auf eine gute Balance zwischen Ruhe- und Bewegungsphasen. Meiden Sie eine zu schwere Belastung des Beckens. (So sollten Sie zum Beispiel keine schweren Gegenstände heben und nicht zu lange Stehen.) Achten Sie jedoch darauf, Ihre Muskeln ausreichend zu stimulieren.
  • Schlafen Sie in der Seitenlage und legen Sie dabei ein Kissen zwischen Ihre Knie und Knöchel.
  • Am einfachsten kommen Sie wie folgt aus dem Bett: Rollen Sie sich mit angezogenen Knien zur Seite. Strecken Sie Ihre Füße aus dem Bett und richten Sie sich mit Hilfe der Arme in eine sitzende Position auf. Danach können Sie aufstehen.
  • Tragen Sie keine hochhackigen Schuhe.
  • Achten Sie auf Ihre Körperhaltung (gerader Rücken).
  • Benutzen Sie ein festes Beckenband zur Unterstützung der Muskulatur.
  • Halten Sie bei starken Schmerzen Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Zahnfleischbluten

Während der Schwangerschaft müssen Sie Ihre Zähne besonders gut pflegen. Ihr Speichel ist jetzt säurehaltiger als zuvor und greift den Zahnschmelz an. Zudem kann die Erschlaffung und stärkere Durchblutung des Gewebes Zahnfleischbluten verursachen. Das einzige, was Sie hiergegen tun können, ist, auf eine besonders sorgfältige Mundhygiene zu achten: regelmäßiges Zähneputzen, Reinigung der Zahnzwischenräume usw.

Schwindelgefühl (Vena-Cava Syndrom)

Wenn Sie auf dem Rücken liegen kann die Gebärmutter (die gegen Ende der Schwangerschaft ziemlich schwer geworden ist) eine Ader abklemmen, die das sauerstoffarme Blut aus den Gliedmaßen zum Herzen transportiert. In Folge gelangt zu wenig sauerstoffhaltiges Blut in den Blutkreislauf und kann es zu Schwindelgefühlen kommen. Wenn diese Beschwerden bei Ihnen auftauchen, sollten Sie versuchen, beim Schlafen so viel wie möglich auf der Seite zu liegen.

Müdigkeit

Neben Übelkeit gehört Müdigkeit in den ersten Monaten der Schwangerschaft zu den häufigsten Begleiterscheinungen. Aber auch die letzten Schwangerschaftsmonate, in denen Sie sich den ganzen Tag mit einem dicken Bauch und erhöhtem Körpergewicht bewegen müssen, können sehr anstrengend sein. Sie sollten dann sicherstellen, dass Sie nicht an Blutarmut leiden (s. u.) und sich soviel Ruhe wie möglich gönnen. Nehmen Sie sich bis zu Ihrem nächsten Urlaub mal einen Tag frei und gehen Sie früh zu Bett.

Auch sollten Sie sich das Kochen etwas erleichtern. Hierzu einige Tipps:

  • Kaufen Sie vorgeschnittenes Gemüse, geschälte Kartoffeln und Fleisch, das schnell zuzubereiten ist.
  • Legen Sie einen Vorrat an Tiefkühlprodukten und lange haltbaren Produkten wie Kartoffeln und Nudeln an. Damit ersparen Sie sich häufige Einkäufe.

Blutarmut

Anemie oder Blutarmut äußert sich durch eine fahle Hautfarbe, Schwindelgefühle, Müdigkeit oder Schlappheit. Da Blutarmut (meistens gegen Ende der Schwangerschaft) häufig auftritt und schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko auf Blutarmut haben, wird Ihr Gynäkologe Sie während der Schwangerschaft regelmäßig auf Anemie untersuchen. Hierfür wird Ihnen durch eine Spritze in den Finger eine kleine Menge Blut abgenommen. Die Blutprobe dient zur Feststellung Ihres Hb-Werts (Eisengehalt). Haben Sie zuwenig Eisen im Blut, wird Ihr Arzt Ihnen Eisentabletten verschreiben. Wenn Sie einen niedrigen Hb-Wert haben, sollten Sie sich zusätzlich mit Floradix Kräuterelixier aus der Drogerie oder Apotheke eindecken.

Das wichtigste, was Sie tun können – und müssen – ist, auf eine gesunde und eisenreiche Ernährung zu achten. Jedoch ist Eisenmangel hierdurch allein nicht immer zu verhindern. Vor allem Frauen, die unter häufigem Erbrechen leiden, vor der Schwangerschaft schwere Menstruationen hatten oder Mehrlinge erwarten, haben ein erhöhtes Risiko auf Blutarmut.

Eine eisenreiche Ernährung kann das Risiko auf Blutarmut vermindern. Achten Sie daher darauf, möglichst eisenreiche Produkte zu sich zu nehmen, wie zum Beispiel braunes Brot, Vollkornbrot, Roggenbrot, Müsli, Vollkornmaccaroni, ungeschälten Reis, Vollkornzwieback, alle Fleischsorten, Fisch und Huhn, Eier, Fleischwaren, Kartoffeln, alle Sorten von Hülsenfrüchten, alle Gemüsesorten, Vollkornkekse, Nüsse und Apfelsirup. Am besten verzehren Sie die genannten Produkte gemeinsam mit Orangensaft oder Grapefruitsaft. Orangensaft und Grapefruitsaft enthalten nämlich viel Vitamin C. Eisen wird in Kombination mit Vitamin C besser vom Körper aufgenommen.